Needlepoint – The Diary Of Robert Reverie

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(34:07, CD, LP, Download, BJK Music, 2018)
Die norwegischen Genre-Mixer um Mastermind Bjørn Klakegg, der neben der Fähigkeit des kompositorischen Geschicks auch englisch singt und Gitarre spielt, veröffentlichen mit “The Diary of Robert Reverie” im Mai 2018 ihr viertes Werk. Der am Trondheimer Musikinstitut ausgebildete Klakegg vereint mit Needlepoint geschickt, klassische Canterbury Elemente mit psychedelischen Stimmungen und jazzigen Tönen.

Hierdurch zelebrieren Needlepoint einen charmanten Retrosound, der ohne Weiteres auch als Original aus den späten 60er bzw. beginnenden 70er Jahren stammen könnte. Nicht nur der leicht ätherische Gesang, der schon mal an Syd Barrett oder Richard Sinclair erinnert, auch die historisch anmutenden Orgel- und Klavinettklänge von David Wallumrød tragen zum Patina geschwängerten Sound bei. Die Rhythmusfraktion mit Olaf Olsen am Schlagzeug und Nikolai Hængsle Eilertsen am Bass erzeugen durch ihren unbändigen Drive eine temperamentvolle Grundstimmung. Gekonnt werden hierauf immer mal wieder Soloausflüge von Gitarre und Keyboards serviert. Bassist Nikolai Hængsle Eilertsen hat das Album auch produziert. Durch seinen speziellen Mix mit verfremdetem Gesang und leicht halligem Schlagzeugklang wird der historische Touch zusätzlich bestärkt. Und wenn Hængsle Eilertsen die Fuzz-Regler, vor allem bei seinem Bass, aufdreht, kommen Sound-Erinnerungen an “In-A-Gadda-Da-Vida”.

Das norwegische Quartett bietet neun Kompositionen zwischen drei und fünf Minuten. Erzählt werden Geschichten über den verträumten Individualisten Robert, der das teilweise merkwürdige Verhalten der schwedischen Landbevölkerung (ja, der schwedischen und nicht der norwegischen) mit einem Augenzwinkern betrachtet. Needlepoint ist mal wieder eine unterhaltsame und originelle Retro-Produktion gelungen, die sich allerdings wegen der kurzen Laufzeit von 34 Minuten und der zuweilen unmotivierten Ausblendungen einen Punkt Abzug gefallen lassen muss.
Bewertung: 11/15 Punkten (WE 11, GH 11, KR 12)

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Über den Autor

Musikmaniak seit den frühen 70ern zwischen Artrock, Jazzrock und Hardrock/Rock. Große Faszination für die Melange aus Klassik/Jazz und Rock. ........................Erstes Konzert: Grobschnitt............................WAS GAR NICHT GEHT: Rio/Avantgarde und Metal............................................LIEBLINGSKÜNSTLER: Pink Floyd, Beatles/Paul McCartney, Steven Wilson, Rolling Stones, Return To Forever, Procol Harum, Leonard Bernstein, ELP/Triumvirat, Deep Purple, Yes/Rick Wakeman und Led Zeppelin.

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Needlepoint – The Diary Of Robert Reverie

von Wolfram Ehrhardt Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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