Pink Floyd – A Collection Of Great Dance Songs (Vinyl-Reissue)

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(42:57, LP, Pink Floyd Records/Warner, 1981/2017)
Tänzchen gefällig? Die Herren Floyd bitten mal wieder zum Tanz auf Vinyl. Mit anderen Worten, nachdem inzwischen alle Original-Studioalben der Briten wieder auf Vinyl aufgelegt sind, kommen nun auch die Releases aus der zweiten Reihe zum Zuge. Den Anfang macht mit dem zeitgleich wieder veröffentlichten Live-Doppelalbum „A Delicate Sound Of Thunder“ die 1981 erstmals erschienene Zusammenstellung „A Collection Of Great Dance Songs“.

Natürlich findet sich auf dem Werk ausschließlich Tanzmusik – was auch sonst? Da Pink Floyd wie keine andere Kapelle ein Händchen dafür hatte, das Tanzbein der Zuhörer zu elektrisieren, erhält man mit „A Collection Of Great Dance Songs“ natürlich nur eine Ahnung vom tanzmusikalischen Gesamtpotenzial des Werkes von Pink Floyd. ‚One Of These Days‘ eröffnet den Reigen, gefolgt vom Diskotheken-Klassiker „Money“, den Kapellmeister Gilmour aus lizenzrechtlichen Gründen extra für diese Veröffentlichung noch einmal, und zwar ganz alleine, neu eingespielt hat. Die erste Seite endet dann mit dem bei Marathon- und Kampftänzern beliebten ‚Sheep‘. Die zweite Seite gehört mit den Titeln ‚Shine On You Crazy Diamond‘ und ‚Wish You Were Here‘ zunächst ganz der Engtanz-Fraktion. Ersterer erscheint in einem speziellen Mix aus den ursprünglichen Teilen 1, 2, 4 und 7. Außerdem sind die beiden Titel ineinandergeblendet, damit der Tanzfluss nicht unterbrochen wird. Den Abschluss macht der ultimative Abi-Abschlussball-Klassiker ‚Another Brick In The Wall‘, der ebenfalls im Special-Mix den Weg auf das Album findet. So gesehen also eine runde Sache für den nächsten Tanz-Tee.

Der audiophile Hobbytänzer wird sich über ein klanglich zeitlos frisches Remaster aus dem Hause Grundman freuen. Leider befinden sich auf dem Rezensionsexemplar mit dem ersten Auspacken etliche Oberflächen-Kratzer, gemeinhin als sogenannte und bei Vinyl-Freaks außerordentlich verhasste Hairlines bekannt. Der Grund für dieses Ärgernis ist sogleich in der starren und rauen Papp-Innenhülle identifiziert. Bei aller Liebe kommt hier die künstlerische Freiheit in Sachen Artwork an ihre Grenzen. Dass eine Schallplatte ein empfindliches Medium ist, sollte aus dem vergangenen Jahrhundert doch überliefert worden sein. Vielleicht will man demnächst gleich ein Blatt Schmirgelpapier beilegen? Will man denn nicht von Seiten der Musikindustrie Vinyl wieder als Premiumprodukt am Markt etablieren? Da darf der Kunde auch in Sachen Verpackung ein Premiumprodukt erwarten. Eine Verpackung sollte den Tonträger schützen, nicht beschädigen.
Ergo: Hat ein Exemplar den Transport zur heimlichen Sammlung unfallfrei überstanden, empfiehlt sich dringend, die schwarze Scheibe fortan in einer antistatischen Innenhülle zu schützen.
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Über den Autor

Dieter Hoffmann

Dass der Prog-Virus hoch infektiös ist, musste ich bereits in meiner frühen Kindheit erfahren. Während meine Schulfreunde noch sorglos Ilja Richters Disco mit The Sweet und den Bay City Rollers schauen konnten, hatte mich mein älterer Bruder bereits in den frühen Siebzigern mit ELP und Yes verkorkst. Mein erster Radiorekorder und die LP-Hitparade von SWF3 gaben mir mit Genesis und Eloy dann den Rest.

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von Dieter Hoffmann Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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