Cosmic Triggers – Homo Fractaliens

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Cosmic Triggers "Homo Fractaliens" (Adansonia, 2017)(39:51, LP, Adansonia, 2017)
Was hat der Spacema… Postbote uns da gebracht? Er brachte „schamanischen Psychedelic/Space Rock aus Sankt Petersburg“. Sehr angenehm. Wie bislang bei Allem aus dem Hause Adansonia, fällt bereits die optisch-haptische Anmutung des Ganzen positiv auf – das außerirdisch-verrückte Alien-Artwork, das in diesem Falle transparente Vinyl, und auch die dick und weich gefütterte Innenhülle dafür.

Das Abheben beginnt nach kurzer ‚Introduction‘ und ohne „This is your captain speaking“. Stattdessen schweben sanft, aber zunehmend helle Klangtropfen in das anfängliche Dunkel, bis die mit Sprechfunk-bzw. Subspace-Kommunikationseffekten versehene Stimme von Anastasia Skabelkina (auch: analoge Synthesizer) die Kontrolle an den Reglern für unseren Sonnenflug übernimmt.

Das Titelstück zündet die zweite Betriebsstufe: Treibendes Drumming (Russel Petrov) beschleunigt uns gemeinsam mit dem belebteren Pulsen von Tagir Khisamovs Bass auf Sol 2, der kühle Sprechgesang der Kommandantin ist jetzt deutlicher nach vorne gemischt, die Silver Machine (Vladimir Skabelkin, der gemeinsam mit Vladimir Kolbin auch die twangy Gitarren spielt) hat die Produktion von Blubbersounds und Mondkälbern übernommen – schön! Im Verlauf von ‚Undermind‘ stellen wir dann Kontakt mit Außerirdischen her, solchen, die offensichtlich eine quäkige Didgeridoo-Sprache sprechen.

‚Syndicate‘ erforscht jetzt fernöstlich klingende Harmonien, während ‚Quan Tum‘ fast Dancefloor-Qualitäten aufweist.

Ebenfalls wie bei den meisten Adansonia-Bands scheint hier vieles improvisiert, die Jam-artigen Stücke mit Laufzeiten zwischen drei und neun Minuten entwickeln sich graduell, nicht in Strophe/Refrain. Das mit schöner Raumakustik und besonders „offen“ erklingende Album wurde von David Blast (sic) und Sergey Zhulkov aufgenommen und gemischt, das Mastering übernahm einmal mehr Eroc.
Bewertung: 11/15 Punkten

Obacht-PS: Weltraumtourismus ist exklusiv und limitiert – und zwar auf 200 Exemplare in schwarz/pink, 200 transparent wie uns vorliegend, und 100 Stück in blauem 180g-Qualitätsvinyl.

Obacht-PPS: Verwechslungsgefahr, in London gibt es eine „Psychedelic Freak-Jam-Band“ namens Cosmic Trigger.

Cosmic Triggers aus Sankt Petersburg

Cosmic Triggers (Foto: Künstler)

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Über den Autor

Klaus Reckert

„everything happy, and progressive, and occupied“
K. Grahame, The Wind In The Willows

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Cosmic Triggers – Homo Fractaliens

von Klaus Reckert Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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