Kotebel – Cosmology

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(61:31, CD, Musea, 2017)
Die spanische Formation Kotebel startete 1999 als Projekt des Keyboarders Carlos Plaza Vegas, der ein Jahr später mit „Structures“ sein erstes Soloalbum unter diesem Namen veröffentlichte. Nach zwei weiteren Veröffentlichungen, bei denen er unter anderem von César Garcia Forero unterstützt wurde, kamen die ersten Anfragen für Auftritte, was letztendlich dazu führte, dass Vegas ein festes Line-up zusammenstellte und mit Kotebel als Bandprojekt in Erscheinung trat. Mittlerweile haben sich Kotebel in ihrer Heimat als Top-Progact etabliert und schon auf diversen Festivals mit kompetentem und einfallsreichen Spiel überzeugt. So unter anderem auch auf einem Prog Résiste-Festival in Soignies, wo sie den Rezensenten nachhaltig beeindruckten. Das aktuelle Album ist bei Musea erschienen und wurde in folgender Besetzung eingespielt:

Carlos Plaza Vegas – keyboards
Adriana Plaza Engelke – piano / keyboards
Carlos Franco Vivas – drums / percussion
César Garcia Forero – electric and acoustic guitars
Jaime Pascual Summers – bass
Sowie als “very special guest”
Omar Acosta – flute.

Die meisten Songs stammen aus der Feder von Carlos Plaza Vegas, doch auch Adriana Plaza Engelke und César Garcia Forero steuern Kompositionen bei. Der achtminütige Opener ‚Post ignem‘ zeigt schon, was den Hörer während der folgenden gut 60 Minuten erwartet: Instrumental gehaltener Symphonic Prog, der klassisch angehauchte Elemente enthält und sich auch in Jazzrock-Bahnen bewegt.

Es folgt das Kernstück des Albums, die in vier Segmente unterteilte ‚Cosmology Suite‘ mit über 32 Minuten Spielzeit. Gewaltiges Tastenspiel beherrscht zum Teil die Szenerie, wobei speziell das Klavierspiel von Frau Engelke zu erwähnen ist. Die Flöte wird immer wieder gewinnbringend ins Spiel gebracht, und auch Gitarrist Forero setzt gelegentlich Akzente, ohne sich zu sehr in den Vordergrund zu spielen.

Die Spanier gestalten ihre Songs nicht vorhersehbar – immer wieder wechseln sie die Richtung, ohne dabei konfus zu wirken. Sie gehen gerne recht komplex zur Sache, nicht alles ist im ersten Hördurchlauf zu erfassen. Doch richtig schräg wird es nie, immer bleibt es melodisch. Auf „Cosmology“ wird perfekte Teamarbeit geboten, die Fans komplexen Retroprogs bestens bedient. Ein Song ist bereits bekannt: ‚Dante’s Paradise Canto XXVIII‘ ist die remasterte Version eines Songs, der bereits auf dem Colossus-Sampler „Paradiso“ zu hören war.
Bewertung: 12/15 Punkten (GH 12. JM 12, KR 12, KS 12)

Kotebel (Foto: Band)

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Kotebel – Cosmology

von Juergen Meurer Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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