Harald Gramberg – Gravitation

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(65:48, CD, Bandcamp, 2017)
Harald Gramberg ist nach eigenen Angaben schon seit den 70ern aktiv, doch hat er sich erst seit 2013 ernsthaft mit eigenen Kompositionen an diversen Synthesizern beschäftigt. Seitdem ist erstaunlich viel Musik von ihm bei den Netlabeln Aumega Project und Nebular Silence erschienen. Jetzt liegt die CD-Version von „Gravitation“ vor, die in der Aufmachung gleich an eine Veröffentlichung des Syngate-Labels denken lässt. Dorthin würde sie auch durchaus passen.

Das Album besteht aus fünf Tracks, drei davon jenseits der 14-Minuten-Marke. In der elektronischen Musik ist dies sicherlich nichts Ungewöhnliches. Gramberg gibt den Stücken Zeit, sich zu entwickeln, so beispielsweise gleich im Opener, dem über 16-minütigen Titelsong. Er erinnert an Musik, wie sie  Adelbert von Deyen in den 80er-Jahren gemacht hat. Ein atmosphärischer, melodischer Titel, bei dem synthetisierte Streicher das Gesamtbild mit prägen. Dabei kommt er weitgehend ohne programmierte rhythmische Begleitung aus. Der Sound ist sehr warm, das schöne Grundthema wird immer wieder leicht variiert und prägt sich schnell ein. Damit setzt Gramberg das Highlight gleich an den Anfang des Albums .

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Gramberg betont, dass seine Musik immer auch eine gehörige Portion Space Sounds und Psychedelisches enthält. Das trifft zum Beispiel auf den 19-Minüter ‚Space Trip‘ zu, der genau das ist, was der Titel vermuten lässt. Im darauf folgenden ‚Von der Quelle bis zur Mündung‘ kommt gesprochener Text hinzu, in solchen Abschnitten erinnert die Komposition an frühe Eroc-Aufnahmen. Das abschließende ‚Consacre l’Univers‘ bringt es auf eine knappe Viertelstunde und ist – siehe Zusatz im Titel – dem Universum gewidmet. Hier kommt ein psychedelischer Ansatz zum Tragen, die Klangcollagen sind recht gewöhnungsbedürftig. Dieser eigenwillige Titel zeigt eine andere, unbequemere Seite des Künstlers, wobei dieser Titel zu lang geraten ist.

Für Abwechslung ist hier also gesorgt. Wer elektronische Musik mit einer Mischung aus Berliner Schule, Ambient,  sowie mit krautigen, spacigen und psychedelischen Elementen mag, sollte sich mit den Werken dieses Künstlers beschäftigen.
Bewertung: 10/15 Punkten (JM 10, KR 8)

Harald Gramberg (Foto: Künstler)

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Harald Gramberg – Gravitation

von Juergen Meurer Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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