Plurima Mundi – Percorsi

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(41:35, CD, Eigenproduktion, 2017)
Plurima Mundi ist eine italienische Formation, die 2004 von Geiger Massimiliano Monopoli gegründet wurde und fünf Jahre später mit dem Minialbum „Atto I“ zum ersten Mal auf sich aufmerksam machte.

Damals gastierte als Sänger immerhin ein gewisser Lino Vairetti, Mastermind der Italoprog-Größe Osanna. Danach legte man eine Pause ein, um dann in veränderter Besetzung mit „Percorsi“ ein neues Album vorzulegen. Es enthält fünf Songs und wurde und in folgendem Line-up eingespielt:

Massimiliano Monopoli – electric violin
Massimo Bozza – bass
Grazia Maremonti – vocals
Silvio Silvestre – guitar
Lorenzo Semeraro – piano
Gianmarco Franchini – drums
Gleich der Opener ‘Eurasia’ zeigt das wesentliche Merkmal des Sextetts, nämlich das Geigenspiel Monopolis, das diesen sehr gelungenen, knapp elfminütigen Opener bestimmt. Der Titel ist komplett instrumental gehalten und bietet feinen Symphonic Prog, der mit einer kleinen Prise Folk verfeinert wird. Da kommen einem schnell PFM oder beispielsweise die russische Lost World Band in den Sinn.

In den darauf folgenden Songs kommt ein weiteres Markenzeichen hinzu, das Plurima Mundi schnell als italienische Band erkennen lässt, aber auch Spaltpotenzial bietet. Die Rede ist von Sängerin Grazia Maremonti, die über eine ausgesprochen kräftige Stimme verfügt und mit entsprechender Leidenschaft die Songs in Muttersprache vorträgt. Gelegentlich erinnert dies ein wenig an Lana Lane, allerdings neigt sie dazu, auch mal sehr forsch zu schmettern, was vielleicht nicht uneingeschränkt auf Gegenliebe stößt. Kommt man aber mit dem Gesangsvortrag gut zurecht, steht für den Italo-Symphonic-Prog-Fan einem uneingeschränkten Hörgenuss nichts im Wege.

Die Songs sind gut arrangiert, für Abwechslung ist gesorgt, denn auch jazzige Töne sind zu vernehmen. Die Tastenarbeit beschränkt sich auf das Klavier, Synthesizer oder gar Mellotron kommen nicht vor. Dafür dominiert – wie erwähnt – die Geige. Eine weitere Italoprog-Band, die man im Auge behalten sollte.
Bewertung: 10/15 Punkten (JM 10, KR 10)

Plurima Mundi (Foto: Band)

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Plurima Mundi – Percorsi

von Juergen Meurer Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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