Klaus Schønning & Ste van Holm – The Drake Equation

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drake_equation_cover(53:15, CD, digital, Eigenverlag, 2014)
Kürzlich fiel hier das Album „Tesla“ des dänischen Musikers Ste Van Holm sehr positiv auf. Bei Durchsicht der Liste daran beteiligter Musiker stach der Name Klaus Schønning ins Auge – dem Rezensenten aufgrund einer Vielzahl von Veröffentlichungen im Elektronik-Sektor geläufig und in meist guter Erinnerung. Weitere Recherchen zeigten, dass es mit „The Drake Equation“ eine weitere Zusammenarbeit der beiden gibt.

Schønning, den van Holm als seinen Mentor bezeichnet, hatte für eine deutsche Fernsehproduktion zum Thema Papua Neuguinea einen halbstündigen Song komponiert. Stilistisch fiel diese Musik wesentlich elektronischer aus als andere Werke des dänischen Multiinstrumentalisten, weshalb er ursprünglich von einer Veröffentlichung absehen wollte. Van Holm wiederum war begeistert und überredete Schønning dazu, die Musik weiterzuverarbeiten. Und so streckte dieser die Ausgangskomposition zu einem über 50-minütigen Instrumental, das 2014 zum Download angeboten wurde. Der Titel bezieht sich auf eine nach dem amerikanischen Astrophysiker Frank Drake benannte Gleichung. Drake hatte Anfang der 1960er-Jahre eine Formel zum Abschätzen der Anzahl intelligenter Zivilisationen in unserer Galaxis erstellt.

„The Drake Equation“ besteht aus nur einem Track, der als eine Art Ambient-Musik mit leichtem World-Music-Flair beginnt, um später einen deutlichen Einfluss der Berliner Schule erkennen zu lassen. Nach knapp einem Drittel der Spielzeit dürften sich auch Prog-Fans angesprochen fühlen, da klingt es wie eine Mischung aus Tangerine Dream und Pink Floyds ‚Shine On You Crazy Diamond‘ mit feinen Mellotronschüben. Gegen Ende wird es sehr ruhig und getragen, das wohlige Outro rundet den erfreulichen Gesamteindruck ab.
Bewertung: 10/15 Punkten

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von Juergen Meurer Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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