Autor: flohfish

1978 in Traben-Trarbach geboren und seit 2014 in Köln ansässig bin ich noch immer ein echter Globetrotter. Ziehe ich gerade einmal nicht trampend und couchsurfend mit meiner Frau Inga durch die Welt, so arbeite ich als Sozialpädagoge in der Inklusionsbegleitung sowie in der Einzelfall- und Familienhilfe. Nebenberuflich bin ich als Stadtführer für Free Walk Cologne tätig. Außerdem nähen Inga und ich hin und wieder noch immer unsere Travelling Monkeys, handgefertigte Stoffaffen. Musikalisch in den 90ern sozialisiert, wuchs ich mit Grunge (Pearl Jam, Nirvana), Prog (Marillion, Dream Theater), Punk (Bad Religion, NoFX), Gothic Metal (Paradise Lost, My Dying Bride) und Crossover (Rage Against the Machine, Faith No More) auf. Für mich sind die letzten zehn Jahre musikalisch so ziemlich die spannensten, die ich bisher erlebt habe, da in dieser Zeit viele jener verschiedenen Stile musikalisch zusammengführt worden sind.

Progressive Rock • New Artrock (Earbook (7CD+Blu-ray); Kscope/Edel; 12.12.2025) "Retracing Our Steps" präsentiert The Pineapple Thief zwischen 2007 und 2014 als Band im beständigen Wandel – und als Ensemble, das in dieser Phase seine Identität zwischen melancholischem Songwriting, artrockigen Ecken und nuancierten Elektronikschattierungen schärfte. Die fünf Studioalben und drei EPs dieser Ära – allesamt von Bruce Soord frisch geremixt und von Steve Kitch neu gemastert – erscheinen hier in einer luxuriösen 8-Disc-Earbook-Box, ergänzt um Raritäten, alternative Versionen, eine komplette Akustik-CD sowie eine atmosphärisch stark aufbereitete Blu-ray. So weit, so beeindruckend. Doch gerade diese Fülle macht wieder einmal ein altbekanntes Problem…

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12.5
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Progressive Metal • Symphonic Metal (41:47; CD, Digital; Frontiers Music s.r.l.; 18.07.2025) Symphonic Metal und ich – normalerweise ein Verhältnis höflicher Distanz. Zu viel Pathos, zu viel Glitzer, zu viel "Metal-Disneyland". Und doch stolperte ich über "Souls", das dritte Album der israelischen Alleskönner Scardust, weil unser Chef-Betreuer Klaus die Scheibe frech in seine Jahres-Top-10 gemogelt hatte. Na gut, dachte ich, einmal reinhören. Tja – und jetzt dreht "Souls" Runde um Runde in meinem Player. Bekehrt hat mich das Quintett nicht. Aber Scardust schaffen es bereits mit dem Opener 'Long Forgotten Song' mit einer Mischung aus progressiver Verspieltheit, mittelalterlich-folkigen Ornamenten und…

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12.0
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Black Metal • Doom Metal • Blackgaze (24:27; CD, Digital; Eigenveröffentlichung; 12.12.2025) "Requiem" beginnt und endet mit Glockenklängen – ein Rahmen, der sofort klarstellt, dass Celestielle hier kein bloßes Genreprodukt, sondern ein eigenes Ritual entwirft. Michelle Fallmannn, die sich hinter diesem alias verbirgt und bis auf das Schlagzeug quasi die gesamte Platte alleine eingespielt hat, setzt auf ausschließlich hellen Klargesang, der wie ein sakraler Gegenentwurf zu den schweren Gitarrenfundamenten wirkt, und schafft damit eine sehr eigene Form des „Witchgaze“, wie sie es selbst nennt. Wer Myrkur, Chelsea Wolfe oder Lingua Ignota schätzt, wird sich in dieser Mischung aus Härte, Mystik…

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11.0
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Technical Metal • Progressive Metal • Death Metal • Symphonic Metal (26:23; Vinyl, CD, Digital; Seek & Strike; 10.10.2025) Mit "Arise" legen Omnivide nicht nur eine neue EP vor, sondern eine ziemlich deutliche Ansage: Wir können alles – Tech, Melo Death, Symphonic, Prog – und wir scheuen uns nicht, all das in knapp 26 Minuten so miteinander zu verketten, dass man kurz vergisst, dass dies offiziell „nur“ eine EP ist. 'Prelude' eröffnet das Ganze mit einem symphonischen Intro, das überraschend viel Atmosphäre aufbaut und mit seinem elegischen Unterton fast an Paradise Losts "Icon-Phase erinnert. Ein Hauch Melancholie, viel Drama –…

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11.0
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Industrial Metal • Drone • Electronic • Noise • Konzeptalbum (34:11; Vinyl, CD, Digital; Relapse Records; 03.10.2025) Mit "Nocturnal Birding" hat Tristan Shone den Vogel nicht nur abgeschossen, sondern einmal komplett seziert, mechanisiert und durch seine Industrial-Mühlen gedreht. Das Konzept – Songs, die auf realen Vogelgesängen basieren – klingt zunächst nach Naturromantik, doch wer Author & Punisher kennt, weiß: Hier zwitschert höchstens das Metall. Und selbst das eher widerwillig. Vom Wiesenstärling über den Höckerschwan bis zum sagenumwobenen Terrorvogel Titanis arbeitet sich Shone durch ein ornithologisches Bestiarium, dessen Gesänge er gnadenlos verfremdet, über Gitarren imitiert oder elektronisch mutieren lässt. Nur selten,…

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9.0
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Progressive Rock • Art Rock • Konzeptalbum (1:17:51 Vinyl (2LP), CD, Boxset (2CD+Blu-ray), Digital; Cherry Red Records; 17.10.2025) Eigentlich endete die Geschichte von Barclay James Harvest schon 1998. Und doch ging es weiter, nur eben in zwei Fraktionen: Barclay James Harvest Featuring Les Holroyd auf der einen, John Lees' Barclay James Harvest auf der anderen Seite. Die einen wurden zur Live-Institution, die anderen – getragen vom alten Schulterschluss zwischen John Lees und Keyboard-Magier Stuart „Woolly“ Wolstenholme schrieben tatsächlich neue Kapitel. "Nexus" (1999), "North" (2013), lange Strecken dazwischen mit Konzerten, Schicksalsschlägen (Wolstenholme verstarb 2010) und einer Band, die ständig zwischen Nostalgie, Beharrlichkeit…

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11.0
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Post Rock • Progressive Rock • Instrumental (42:01; Vinyl, CD, Digital; Hopeful Tragedy Records, 05.12.2025) Mit "Chiaroscuro" verfolgen Last of Eden jene inzwischen fast ritualisierte Single-Politik, wie man sie seit Sleep Tokens Debüt kennt: über Monate werden die Songs einzeln hinausgetropft, bis am Albumtag nur noch ein letztes unbekanntes Puzzleteil bleibt. Vorteil: Man weiß sofort, worauf man sich einlässt. Nachteil: exakt derselbe. Wer L.O.E. im letzten Jahr begleitet hat, findet deshalb größtenteils Altbekanntes – bis auf den finalen Neuzugang 'The Man In The Arena'. Ich selbst habe die Band erst mit der EP "A New Consciousness" entdeckt und mir bewusst…

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13.0
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Progressive Metal • Djent (1:25:45; Vinyl (2LP), 2CD, Mediabook (Blu-ray+2CD), Blu-ray, Digital; Kscope; 05.12.2025) Mit "War Of Being" haben TesseracT 2023 schon eines dieser Alben veröffentlicht, das man guten Gewissens als Karrieremeilenstein bezeichnen darf. Die anschließende Mammut-Welttournee bestätigte das: selten war die Band so fokussiert, so druckvoll, so stimmlich souverän wie im vergangenen Live-Zyklus. Auf der "War Of Being"-Tour-Edition gab es als Bonus bereits drei Ausschnitte dieser Phase – "Live At Radar" –, und damals fragte man sich unweigerlich, warum man das komplette Konzert nicht direkt veröffentlicht hatte. Jetzt, ein Jahr später, kommt "Radar O.S.T." und liefert genau das: den…

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11.0
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Folk • Singer/Songwriter (39:02; Vinyl, CD, Digital; Bella Union; 05.12.2025) Eigentlich sollte man Bemusterungsmails gründlicher lesen. Denn wer – so wie ich – nur flüchtig über „Arnalds“ und „Island“ hinwegscannt, landet plötzlich nicht beim erwarteten Ólafur, sondern bei seiner Cousine Ólöf. In diesem seltenen Fall war mangelnde Sorgfalt aber ein Segen. "Spíra" entpuppte sich als kleines, still schimmerndes Juwel isländischer Songwriterkunst. Neun Stücke, spärlich instrumentiert, weitgehend auf Gitarre, Bass und Klavier reduziert – mehr braucht Ólöf Arnalds nicht, um Räume zu öffnen. Ihre unverwechselbare, helle Stimme steht im Mittelpunkt und malt in Isländisch zarte Landschaften, die man versteht, ohne sie…

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13.0
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Post Hardcore • Post Rock • Punk (1:32:16; Vinyl (3LP), 2CD, 2MC, VHS, Digital; Hassle Records/Cargo; 28.11.2025) Wer Brutus in einer kleinen, überhitzten Location erlebt hat – wie ich damals im Januar 2023 in der Stummschen Reithalle in Neunkirchen, wo die Wände schwitzten und die Luft vibrierte –, der weiß, welche tektonische Kraft dieses Trio auslösen kann. Dass diese Band früher oder später ein Live-Dokument ihrer "Unison Live"-Tournee vorlegen würde, das mehr ist als bloß ein Konzertmitschnitt, schien unausweichlich. Doch "Live In Brussels" ist nicht einfach ein Livealbum. Es ist ein Denkmal und ein destilliertes Selbstporträt einer Band am Ende…

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12.0
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Progressive Metal • Avantgarde • Alternative Rock • Experimental Rock (39:13; Vinyl, Digital; Eigenveröffentlichung; 28.11.2025) Ein Album wie ein Schritt hinaus aus der greifbaren Welt und hinein in einen seelischen Zwischenraum: "A Liminal Step" markiert einen Übergangszustand, wie ihn Psychologie, Anthropologie und Kunst gleichermaßen kennen – nicht mehr ganz hier, noch nicht ganz dort. Genau dort beginnt der Weg der Dänen, wo Verletzlichkeit, Transformation und Selbsterkenntnis möglich werden. Die Tarot-Figur des Fool lässt grüßen: ein erster, waghalsiger Tritt ins Unbekannte. Im Vergleich zu "To Exit A Maelstrom" fällt sofort die stilistische Breite auf. Progressive Metal trifft auf elektronische Avantgarde, Ambient-Schattierungen…

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Progressive Rock • Synth Pop • Fusion • Konzeptalbum (59:44; Digital; Mighty Jam Music Group; 28.11.2025) Wenn in der Welt des Progressive Rock noch irgendein Rest von Gerechtigkeit herumlungert – vielleicht hinter der nächsten Mellotron-Wolke, oder gut versteckt unter Steven Wilsons nackten Füßen –, dann wird "Pachinko" in ein paar Jahren in einem Atemzug mit den richtig großen Klassikern genannt werden. Und zwar nicht im Sinne von: "Joa, ganz nett, kann man mal laufen lassen", sondern eher: "Warum zur Hölle hab ich dieses Album nicht schon viel früher gehört?" Ich weiß nicht, wie oft ich "Pachinko" mittlerweile durchgehört habe. Vermutlich…

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It took two attempts before it finally worked out for me to meet Gazpacho keyboardist Thomas Andersen for a Zoom interview. And although this meeting also began ten minutes late due to technical issues, Thomas devoted around 50 minutes of his time to us and offered deep insights into the philosophy behind the new album "Magic 8-Ball", the creation process of Gazpacho albums, and much more. I've checked a little bit what happened in the past and our Gazpacho interviews were usually done by our Editor-in-chief, Klaus Reckert. And I realised that all these interviews were always with you. Is…

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10.0
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Metalcore • Post Hardcore (32:03; Vinyl, CD, Digital; Fearleass Records; 19.09.2025) "Violent Nature" zeigt I Prevail so klar positioniert wie selten zuvor: fest im Metalcore/Post Hardcore verankert, aber mit einem stärker fokussierten, erwachseneren Zugang, der die Grenze zwischen brachialer Härte und emotionaler Offenheit bewusst verwischt. Dass Eric Vanlerberghe nun komplett den Leadgesang übernimmt, schärft diese Ausrichtung zusätzlich. Die Art, wie er von verletzlicher Klarheit in eruptives Brüllen kippt, sorgt dafür, dass selbst die hymnischen Momente nie zu glatt werden. Die Dualität, die I Prevail schon immer prägte, wird nicht nur deutlicher: Sie wird zum Leitmotiv dieser Platte. Produziert wurde das…

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12.0
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Progressive Metal • Metalcore • Djent • Pop (50:16; Vinyl (2LP), CD, Digital; Eigenveröffentlichung; 31.10.2025) Mit "Angel" liefern Unprocessed erneut den Beweis, dass sie alles andere als eine Band sind, die sich auf Erfolgen ausruht. Nach dem aggressiv-dichten "...And Everything In Between" (2023) und dem poppigen Hochglanzprodukt "Gold" (2022) scheinen Manuel Gardner Fernandes und seine Mitstreiter nun eine Art Synthese gefunden zu haben: härter, emotionaler, komplexer – und doch näher am Hörer als jemals zuvor. "Angel" ist keine Rückkehr zum polierten Popsound von "Gold", aber auch kein Stillstand auf dem Level des Vorgängers. Die Band erweitert ihre klangliche Palette konsequent:…

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9.0
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Dark Wave • EBM • Synthwave • Post Metal (33:40; Vinyl, CD, Digital; No Shark Prod/Big Wax/Blood Blast; 07.11.2025) Meine erste Begegnung mit Sierra Veins (nachdem ich sie beim '23er Roadburn verpasst hatte) fand über den Umweg von The Ocean statt: die Split-Single "Boreal | Traum", auf der die Berliner ein rein instrumentales Sierra-Stück in einen letzten, elegisch glimmenden The-Ocean-Track verwandelten – und Sierra im Gegenzug Boreal tief in elektronische Subbässe tunkte. Schon damals zeigte sich, dass ihre dunkle, druckvolle Elektronik mehr Berührungspunkte mit Post-Metal besitzt, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Das eröffnende Titelstück bewegt sich gar…

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11.0
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Progressive Metal (2:47:04; Vinyl (4LP), CDs+2Blu-ray, Digital; InsideOut Music/Sony Music; 28.11.2025) Beim ersten Hören von "Quarantième: Live à Paris" habe ich mich unweigerlich gefragt, ob man hier nicht aus Versehen das 2024er Konzert in Esch mitgeschnitten hat. Portnoys Rückkehr fühlt sich genauso an wie damals, LaBries Gesang präsentiert sich in derselben soliden Tagesform, die Setlist unterscheidet sich nicht einmal in Nachkommastellen – und natürlich wurden auch wieder etliche Alben ignoriert, die man beim großen 40th Anniversary eigentlich erwarten hätte können. Damit erspare ich mir das erneute Abschreiben meines alten Konzertberichts und konzentriere mich auf das, was hier tatsächlich auffällt. Zum…

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Ein Abend zwischen Avantgarde, Folk und Progressive Metal Esch also. Zweitletzte Station einer Tour, die gerade eben erst einen Tonträger in die Welt entlassen hat – und doch fühlt sich dieser Abend an, als würde man Leprous auf einer Art Zwischenstand ertappen. „Melodies of Atonement“ nennt sich der aktuelle Ritt durch Europa, ein Titel, der schwer nach Buße klingt, aber in der Rockhal eher wie eine Einladung wirkte, sich einmal gründlich freizuspülen. Interessant dabei: Während die Norweger im Frühjahr noch die große Zweiteiler-Show auffuhren, kommen sie nun mit einer bewusst abgespeckten Setlist daher. Weniger Opulenz, mehr Fokus – könnte man…

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12.0
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Progressive Rock• Prog Fusion • AOR (1:01:01; Vinyl, (2LP), Digital; Spock's Beard - The Archaeoptimist (Madfish/Edel; 21.11.2025) Es gibt Bands, die haben eine klare, lineare Entwicklung. Und dann gibt es Spock’s Beard. "The Archaeoptimist" markiert in ihrer Geschichte eine Zäsur – allerdings die vierte, wenn ich richtig mitgezählt habe. Erst ging Neal Morse, dann sang plötzlich Nick D'Virgilio, dann sang plötzlich Ted Leonard (während Jimmy Keegan trommelte, aber auch sang, weil bei Spock's Beard irgendwie jeder singt), dann kam D'Virgilio kurz zurück, dann wieder nicht – und jetzt stehen wir also vor der nächsten Mutation: Nick Potters. Und ja: Natürlich…

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12.0
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Breakcore • Baroque • Industrial • Dark Electronica • Avantgarde Metal (44:09, Vinyl, CD, Digital; Metal Blade Records; 19.09.2025) Gautier Serre ist zurück – und natürlich hat er wieder Dinge getan, die eigentlich unter musikalische Gefährdung fallen sollten. Amen markiert den düstersten Punkt seiner bisherigen Klangodyssee: ein Album, das klingt, als hätte jemand eine Kathedrale unter Strom gesetzt und anschließend beschlossen, noch ein paar tibetische Hörner, ein Theremin, eine gigantische Steinsäge und einen Amboss hineinzuwerfen – nur um sicherzugehen, dass es auch wirklich überall scheppert. Schon der Kirchenchor, den Serre in einer echten Kirche aufgenommen hat, legt mit dem ersten…

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