Prog Metal • Symphonic Rock • Melodic Rock
(51:36, 45:44; CD, Cassette, Digital; Eigenproduktion/Just For Kicks; 03.04.2026)
Qisma ist ein arabisches Wort und bedeutet so viel wie Schicksal – und so ist der Titel des fünften Albums der britischen Prog Metal Formation Hekz. Mit der Formation in ihren Anfangstagen hat das hier agierende Quartett mit einer Ausnahme nichts mehr zu tun. Natürlich ist Mastermind Matt Young nach wie vor tonangebend, er hat sämtliche Titel komponiert, die Texte sowie die zugrundeliegende Geschichte geschrieben. Wer auch seit dem ersten Album "Tabula Rasa" aus dem Jahr 2012 dabei ist, ist ein alter Bekannter, nämlich John Mitchell, der auch dieses Album wieder abmischte, fürs Mastering zuständig war und es mit produzierte. Und diesmal auch als Gastsänger fungierte.
So opulent das fette Digipack (Artwork von Cameron Gray) gestaltet ist, so opulent ist auch die dargebotene Musik. Das Instrumental-Intro lässt gegen Ende schon irgendwie erahnen, dass da gleich wohl die Post abgeht – und so kommt es dann auch: Prog Metal ist angesagt. Ein typischer Shouter macht einen ordentlichen Job, die Gesangsmelodien sind recht eingängig. Derartige Songs gibt es auf diesem Album reichlich, aber es wird auch durchaus einiges an Abwechslung geboten.
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So sorgen zwischendurch Sprechpassagen und untermalende Musik für einen Sci-Fi Eindruck. Dass die Gitarren eine gewichtige Rolle spielen, versteht sich fast von selbst. Die Tasteninstrumente sind (leider) meist eher unauffällig eingesetzt, was aber immer wieder aufhorchen lässt, sind die starken Parts an Geige oder Cello. Das wechselt zwischen klassisch anmutend und wild rockend. Auch gibt es neben dem Metal-Stoff einige sehr schöne balladeske Titel, wie zum Beispiel das die zweite Disc eröffnende 'The Road Home'.
Beide CDs haben ihren Longtrack, auf Disc 1 ist dies ihr 24-minütiges Magnum Opus 'The Great Out There', das mit Wechseln zwischen aggressiv-heavy und gefühlvoll-ruhig glänzt. Die klassisch anmutenden Einlagen mit der Geige sind sehr geschickt eingesetzt und sorgen für Abwechslung, wobei im gleichen Song die elektrische Geige auch mal völlig wild abgeht.
Auf der zweiten Disc ist dies dann 'Overload' (21 Minuten Laufzeit). Hier kann man sich zwischendurch mal kurz vorstellen, dass da Saga-Frontmann Michael Sadler singt – das ist aber nicht der Fall. Später klingt es mal kurz nach John Wetton, der ist es natürlich auch nicht – aber diese Stimme kennt man trotzdem. Und erkennt man schließlich auch, das ist nämlich der bereits erwähnte John Mitchell (Arena, Frost, Kino, It Bites usw.). Er ist übrigens nicht der einzige bekannte Name auf der Gästeliste, denn auch Steven Wilson-Keyboarder Adam Holzman und Knight Area-Gitarrist Mark Bogert gastieren auf jeweils einem Song.
Die Musik auf "Qisma" erinnert den Schreiberling etwas an die hier auch schon vorgestellten Anyone (Riz Story), um mal einen Anhaltspunkt zu liefern. Zwar ist Manches etwas vorhersehbar, doch die Qualität der Musiker macht das schnell wieder wett. Und die Arrangements an den Streichinstrumenten sorgen immer wieder für feine Akzente. Genre-Fans legen in ihrer Bewertung vermutlich noch mindestens 1-2 Punkte drauf.
Bewertung: 10/15 Punkten
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Besetzung:
• Matt Young - vocals / bass guitar / keyboards / additional guitars / percussion
• Tolis Zavaliaris - guitars / choir (B5)
• Lucia La Rezza - violin / cello / double bass / choir (B5)
• Jerry Sadowski - drums
Gäste:
• John Mitchell - vocals / mixing / mastering / co-production
• Mark Bogert - guitars (A7)
• Adam Holzman - keyboards and moog solo (B4)
• Moyano el Buffalo - percussion (B1)
• Stella d’Angelo - choir (B5)
• Duncan Greenway - choir (B5)
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Abbildungen: Hekz


