Psychedelic Doom • Desert Rock
(41:13; Vinyl, CD, Digital; Argonauta Records; 19.06.2026)
Izio Orsini ist sicherlich einigen Lesenden als Bassist der instrumentellen Stoner-Rock-Band Rancho Bizarro bekannt. Der Musiker aus der Hafenstadt Livorno ist allerdings auch auf Solopfaden unterwegs und produziert unter dem Pseudonym Bantoriak Klänge, die sich etwas von der Musik seiner Band unterscheiden. Vom mächtig nach vorne wälzenden Stoner Rock distanziert sich Orsini hier, ohne jedoch die staubig-heißen Pfade des Wüstenrocks gänzlich zu verlassen. Statt schwerem Geröll wird bei Bantoriak allerdings flirrende Hitze und schwere Melancholie aus Psychedelia mit Einflüssen aus Ambient und Doom werden zum Besten gegeben. Im Jahr 2015 veröffentlichte Izio Orsini seine erste Bantoriak-EP "Weedooism", folgt mit "Vol. II" gut über ein Jahrzehnt später der erste Langspieler .
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Im Vergleich zur EP von 2015 ist "Vol. II" größer, länger, abwechslungsreicher und wurde mit deutlich mehr Gästen aufgenommen. Neben Izio Orsini hört man hier nämlich auch Dome La Muerte, Sergio Ch., Marco Gambicorti, Toto Barbato, Omar Tognotti, Giacomo Cerri, Rosy Ninivaggi, Valentina Erre, Jacopo Pannokkia, Filippo Del Bimbo, Andrea Appino, Mattia Cominotto, und Giacomo Vaccai.
Knapp eine Dreiviertelstunde schwergewichtiger Psychedelik bescheren Izio Orsini und sein Gefolge den Hörenden. Auf farbigem Vinyl, auf CD oder in digitaler Form erstrecken sich hier weite Landschaften aus Hitze, Sehnsucht und Reflexion. In sanften Wellenbewegungen mäandern die Themen zwischen den Extremen. Auf der einen Seite wird endzeitliche Benebelung dargeboten, die sich von Psychedelic Rock über Doom bis hin zu Ambient und Drone zieht. Demgegenüber steht eine solidere Klangwelt mit festem Standbein im Desert Rock und gelegentlichen Anleihen orientalischer Skalen.
Das nahezu komplett instrumentelle Album pendelt ohne herausragende Höhe- oder Tiefpunkte zwischen den Polen. Jedes der acht Stücke bietet für sich kurzweilige Unterhaltung, ohne lange im Ohr zu bleiben, und auch in sich ist das Album nur mäßig kohärent. Zwischen den Extremen liegt die Mitte – und dort macht "Vol. II" von Bantoriak es sich gemütlich.
Bewertung: 7/15 Punkten
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