Frost* – Island Live

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Frost* - Island Live (Tigermoth/JFK, 21.07.2023)(01:36:00, 2CD+Blu-ray; Tigermoth Records/JustForKicks, 2023)
Aller guten Dinge sind drei. Wie im Booklet nachzulesen gelingt es Jem Godfrey & Co. aka Frost* mit “Island Live” nach zwei gescheiterten Versuchen ein standesgemäßes Live-Album in Bild und Ton festzuhalten. Dazu vertraute man dem erfahrenen Team um Kollegen Rob Reed.

Auf der Bühne stehen am 30. November 22 in Bath Jem Godfrey (Gesang, Keys), John Mitchell (Gitarren, Gesang), Nathan King (Bass, Gesang) und Craig Blundell (Schlagzeug). Letzterer stand für die Aufnahmen des letzten Albums “Day and Age” aus Termingründen nicht zur Verfügung. Um so mehr peitscht er die Band an diesem Abend mit seinem ureigenen Punch durch das Set, gerade so als ginge es um sein Leben. Der Opener ‘Day and Age’ lässt fast 15 Minuten kaum Zeit zum Atmen. Das ist New Art Rock par excellence. Die Band spielt auf den Punkt und lässt Raum für Solo-Ausflüge and Keyboards und Gitarre.

Dass das letzte Studioalbum im Mittelpunkt des Abends steht, verwundert nicht. so darf man mit ‘Terrestrial’, ‘Skywards’, ‘Island life’ und ‘Repeat To Fade’ noch etliche weitere Titel des Werks genießen. Immer nach dem Motto des Albums: “Enjoy yourselves. You scum!”

Etwas überraschender ist die Auswahl der übrigen Titel. Das Debüt “Milliontown” hat mit dem Titelepos, ‘Black Light Machine’ und ‘Hyperventilate’ einen ebenso großen Anteil an der Setlist. Insbesondere ‘Milliontown’ ist im Vergleich zur Studioversion deutlich packender und extrem kraftvoll. Dazu ist es eine Verbeugung vor Genesis und Tony Banks‘ Tastenspiel auf höchstem Niveau. Die beiden weiteren Alben der Band werden lediglich mit ‘Dear Dead Days’ und ‘Heartstrings’ bedacht.

Die Blu-ray gibt dem Zuschauer*innen die Möglichkeit u. a. die flinken Finger von John Mitchell zu bewundern. Bild und Sound sind tadellos. Man sollte jedoch keine Multi-Kamera Produktion erwarten. Musikalisch macht das Quartett einen riesigen Spaß. Anderthalb Stunden pures Pro-Vergnügen. Die Herren Frost* würde ich nächstes Jahr gerne auf der Loreley bewundern.
Bewertung: 13/15 Punkten 


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Rezension “13 Winters” (2020)
Rezension “Others” (2020)
Rezension “Falling Satellites” (2016)
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Alle Abbildungen: Frost*

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Über den Autor

Dass der Prog-Virus hoch infektiös ist, musste ich bereits in meiner frühen Kindheit erfahren. Während meine Schulfreunde noch sorglos Ilja Richters Disco mit The Sweet und den Bay City Rollers schauen konnten, hatte mich mein älterer Bruder bereits in den frühen Siebzigern mit ELP und Yes verkorkst. Mein erster Radiorekorder und die LP-Hitparade von SWF3 gaben mir mit Genesis und Eloy dann den Rest.

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Frost* – Island Live

von Daaty Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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