Emma Ruth Rundle – Engine Of Hell

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Emma Ruth Rundle – Engine Of Hell (Sargent House, 26.11.21)(40:46; Vinyl, CD, Digital; Sargent House, 2021)
Musikalisch bis aufs Grundgerüst reduziert, steht Emma Ruth Rundles Stimme im Mittelpunkt von “Engine Of Hell”. Begleitet nur von Gitarre, Piano oder sanften Streichern. Es ist ein musikalischer Seelnstrip, bei dem die Künstlerin, die als Gitarristin der Post-Rock-Band Red Sparowes bekannt geworden ist, ihr Innerstes nach außen kehrt. Intim und dadurch fragil wirkend bis aufs Äußerste vermittelt Emma Ruth Rundle tiefe Gefühle von Schmerz und Trauer und bietet gleichzeitig, durch ihren wunderbaren Sinn für Melodien Klangfarben auch Trost vor denselben.
Es ist das ungeschminkte Antlitz einer Künstlerin, die ihre eigene Verletzlichkeit bisher immerzu hinter Fassaden aus Post Rock, Ambient und Folk versteckt hatte.

Berührend wie einst Tori Amos zu Beginn ihrer Karriere, ergreifend wie Beth Gibbons bei ihrer Kooperation mit dem Talk Talk-Bassisten Paul Webb also known as Rustin Man.

Hier sind einige sehr persönliche Songs; hier sind meine Erinnerungen; hier schwanke ich am äußersten Rand der Vernunft, tauche meinen Zeh in die äußeren Weiten des Weltraums und ich nehme dich mit und es ist sehr beschissen und unvollkommen.

Here are some very personal songs; here are my memories; here is me teetering on the very edge of sanity dipping my toe into the outer reaches of space and I’m taking you with me and it’s very f****d up and imperfect.

Und so ist “Engine Of Hell” ein Werk, das primär der musikalischen Auseinadersetzung der Künstlerin mit sich selbst und ihren innerern Dämonen dient. Dass diese sich dazu entschieden hat, diesen Prozess mit ihren Fas zu teilen, kann nur als Glücksgriff beschrieben werden. Denn “Engine Of Hell” ist großes Singer-Songwriter-Kino mit heilender Ausstrahlung.
Bewertung: 12/15 Punkte (FF 12, MK 13, KR 12)


Tracklist:
1. ‘Return’ (5:16)
2. ‘Blooms Of Oblivion’ (5:39)
3. ‘Body’ (5:27)
4. ‘The Company’ (4:11)
5. ‘Dancing Man’ (5:23)
6. ‘Razor’s Edge’ (4:10)
7. ‘Citadel’ (5:39)
8. ‘In My Afterlife’ (5:01)

Emma Ruth Rundle – Engine Of Hell (Sargent House, 26.11.21)

Credit: Mason Rose

Diskografie (Studioalben):
“Electric Guitar One” (2011)
“Some Heavy Ocean” (2014)
“Marked For Death” (2016)
“On Dark Horses” (2018)
“May Our Chambers Be Full” (Collaborative Album With Thou) (2020)
“Engine Of Hell” (2021)

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Abbildungen: Alle Abbildungen wurden uns freundlicherweise von Cargo Records zur Verfügung gestellt.

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Über den Autor

1978 in Traben-Trarbach geboren und seit 2014 in Köln ansässig bin ich noch immer ein echter Globetrotter. Ziehe ich gerade einmal nicht trampend und couchsurfend mit meiner Frau Inga durch die Welt, so arbeite ich als Sozialpädagoge in der Inklusionsbegleitung sowie in der Einzelfall- und Familienhilfe. Nebenberuflich bin ich als Stadtführer für Free Walk Cologne tätig. Außerdem nähen Inga und ich hin und wieder noch immer unsere Travelling Monkeys, handgefertigte Stoffaffen. Musikalisch in den 90ern sozialisiert, wuchs ich mit Grunge (Pearl Jam, Nirvana), Prog (Marillion, Dream Theater), Punk (Bad Religion, NoFX), Gothic Metal (Paradise Lost, My Dying Bride) und Crossover (Rage Against the Machine, Faith No More) auf. Für mich sind die letzten zehn Jahre musikalisch so ziemlich die spannensten, die ich bisher erlebt habe, da in dieser Zeit viele jener verschiedenen Stile musikalisch zusammengführt worden sind.

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Emma Ruth Rundle – Engine Of Hell

von flohfish Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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