Daydream XI – The Circus of the Tattered and Torn

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Daydream XI - The Circus of the Tattered and Torn (Sensory, 22.9.17)

Abbildung: Daydream XI; Artwork: Kikyz1313

(71:34, CD, Digital, Sensory/Al!ve, 2017)
Daydream XI sind ein Trio aus dem brasilianischen Porto Alegre. Die 2014 gegründete Band machte bereits auf ihrem Debüt „The Grand Disguise“ kein Hehl daraus, dass hier nicht mit Samba oder Carnival zu rechnen ist. Ganz im Gegenteil, denn die drei Brasilianer behaupten sich mit kraftvollem Prog Metal. Ihr couragiertes Erstlingsalbum bescherte Daydream XI Plätze auf großen Bühnen. So spielte das Trio bereits mit Bands und Größen wie Symphony X, Devin Townsend, Periphery oder Pain of Salvation.

Bei vorliegender CD „The Circus of the Tattered and Torn“ handelt es sich um das 2017 erschienene zweite Werk von Daydream XI. Auf über 70 Minuten präsentieren hier folgende Künstler flotten Prog Metal:
Bruno Giordano – Schlagzeug,
Tiago Masseti – Gitarre und Gesang,
Marcelo Pereira – Gitarre.

„The Circus of the Tattered and Torn“ wird durch das Zwiegespräch der Charaktere Philip und Circe eingeleitet. Der Titel ‚Ticket 000011‘ eröffnet die Manege des Zirkus der Ramponierten und Zerrissenen. Ab diesem Moment legt die Band ein ordentliches Tempo vor. Mit knackigem Sound und viel Melodie widmen sich Daydream XI der progressiven Seite des Power Metal. Dabei fallen vor allem zwei Attribute auf. Da ist zunächst die klare, klangvolle und gleichzeitig äußerst kräftige Stimme von Tiago Masseti. In den Refrains wird der Gesang oft durch Hintergrundchöre verstärkt. Das Ende des Liedes ‚A Cup of Agony‘ zeigt dieses symphonische Element besonders gut.

Das zweite Element von besonderer Prägnanz ist der Bass. An Stellen, wenn die anderen Instrumente sich etwas weiter in den Hintergrund stellen, sticht dieser besonders heraus. Das funkige Slappen und Ploppen des Tieftöners fügt sich geschickt als perkussives Element in die vielseitige Soundlandschaft ein.

Daydream XI zeigen aber vor allem Eines: die Brasilianer müssen sich im Universum des Prog Metal vor nichts und niemandem verstecken. Vergleiche mit Symphony X, Dream Theater oder auch Yes sind durchaus berechtigt. Und die orchestrale Aufmachung von „The Circus of the Tattered and Torn“ hat auch durchaus etwas von frühen Queen. Daydream XI zeigen sich in ihrem Zirkus selbstbewusst, abwechslungsreich und spielen von Anfang bis Ende ausgezeichneten und harmonischen Prog Metal.
Bewertung: 13/15 Punkten (RG 13, KR 12)

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Über den Autor

Kontemporär in Würzburg ansässig. Irgendwo zwischen Punk, Psychedelic, Kraut, Wahnsinn und Jazz zuhause.

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Daydream XI – The Circus of the Tattered and Torn

von Raphael Lukas Genovese Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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