Ubi Maior – Bestie, Uomini e Dèi

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Ubi Maior – Bestie, Uomini e Dèi (AMS/BTF, 8.5.20)(45:48, CD, AMS Records/BTF Records, 2020)
Der erste Kontakt des Schreiberlings mit dieser Band geht schon viele Jahre zurück, als nämlich der Name Gabriele Manzini ins Auge stach. Zu einer Zeit, als The Watch noch vergleichsweise unbekannt waren, war dieser dort als Keyboarder tätig, so dass sofort Interesse wach wurde, wie denn seine neue Band klingen würde. Relativ schnell wurde klar, dass die Musik von Ubi Maior mit der Genesis-lastigen Interpretation von The Watch nur sehr wenig gemein hat.

Ubi Maior sind kurz vor der Jahrtausendwende gegründet worden. Nachdem man zunächst eher als Cover-Band aktiv war, kamen die Italiener schließlich dazu, eigenes Material zu kreieren, was im Debütalbum „Nostos“ in 2005 mündete. Fünfzehn Jahre später erscheint nun ihr viertes Album, „Bestie, Uomini e Dèi“, in Sachen Veröffentlichungsrhythmus hat man sich über all die Jahre also immer Zeit gelassen, was allerdings auch durch diverse Besetzungswechsel bedingt gewesen sein mag.

Das neue Album enthält sechs mittellange Songs im Retro Prog Stil, eingespielt in folgendem Line-up:

Mario Moi – vocals / violin / trumpet
Gabriele Manzini – keyboards / flute
Marcella Arganese – electric and acoustic guitars
Gianmaria Giardino – bass
Alessandro Di Caprio – drums

Die Kompositionen stammen zur Hälfte aus der Feder des Keyboarders, zwei von der Gitarristin und eine steuerte der Frontmann bei. Gleich beim Opener wird klar, dass hier ein Sänger mit viel Theatralik zu Werke geht, da wird zum Teil ordentlich geschmettert. Seine Präsenz ist natürlich ein wichtiger Faktor in der Musik von Ubi Maior und mag nicht jedermanns Sache sein, aber für eine Italo-Prog Band ist dies ja kein so ungewöhnlicher Faktor. Die Keyboards sorgen immer wieder für feine Symphonic Prog Elemente, doch sind diese nicht so sehr in den Vordergrund gestellt, denn der Gesamteindruck bleibt eher der eines rockigen Prog-Albums als der eines Symphonic Bombast-Albums. Dabei haben die Dame und Herren aus Italien durchaus auch kleinere Überraschungen mit im Programm wie die Geige im Opener, einen Ausflug ins Jazzige (‚Nessie‘), aber auch zurückgenommene Momente wie der Part mit akustischer Gitarre und Flöte im knapp zehnminütigen, das Album abschließenden Titelsong.

Das Album wächst mit der Zeit, und so kommt dann am Ende auch eine verdiente zweistellige Bewertung heraus.
Bewertung: 10/15 Punkten (JM 10, KS 10)

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Abbildungen: Ubi Maior

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Ubi Maior – Bestie, Uomini e Dèi

von Juergen Meurer Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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