Clouds Can – Leave

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(51:31, CD, Progressive Promotion Records, 2017)
Die Stimme ist schnell erkannt, denn Thomas Thielen, der unter dem leicht zu merkenden Namen „t“ antritt und gerne mal in seiner Art der Gesangsperformance mit „h“ verglichen wird, hat eine markante Stimme. Und auch die Arrangements erinnern bisweilen an seine vorangegangenen Soloalben. Aber es handelt sich eben nicht um das nächste t-Album, sondern um das Debüt einer Formation namens Clouds Can. Warum also kein Soloalbum, sondern ein Projektname? Ganz einfach, es handelt sich in diesem Fall um ein Duo. Thielen arbeitet hier wieder mit einem alten Weggefährten zusammen, nämlich Dominik Hüttermann, mit dem er bereits in den 90ern zwei Alben produzierte und der ihn auch schon bei Live-Auftritten begleitet hat.

Wer jetzt genau was auf dem Album beiträgt, ist nicht klar zu erkennen (bis auf den Gesang), denn im Booklet heißt es lediglich: „all instruments and voices and such performed and recorded by Clouds Can“. Fünf der acht Songs sind Gemeinschaftskompositionen. Der Opener ‚This Dream Of Me‘ stammt aus der Feder Hüttermanns, während ‚On The Day You Leave‘ und das abschließende ‚Always Forever‘ von Thielen stammen.

Auch wenn in der Instrumentierung vieles von „t“ steckt, so gibt es doch einen klar erkennbaren Unterschied zu seinen Solowerken. Im Booklet fällt das Wörtchen Popstar, und da ist tatsächlich was dran. Der Prog-Fan muss jetzt sicherlich keine völlige Abkehr vom Prog befürchten, auch auf „Leave“ sind wieder “t”-typische Markenzeichen zu erkennen. Aber gerade in den Gesangsarrangements geht man neue Wege, das ist bisweilen sehr eingängig und setzt sich in den Gehörgängen fest, und da mag dann auch der Begriff ArtPop aufpoppen.

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Bezüglich der Lautstärkeregelung sollte man bedenken, dass die meisten Titel erst mal sehr leise und bedächtig beginnen, dann aber zum Teil mächtig an Fahrt (und Lautstärke) zulegen. Der vorletzte Song ‚Insomnia‘ ist ein gutes Beispiel für eine gelungene temporeiche Nummer, aber das Album besitzt gerade auch in seinen ruhigen Momenten seine Stärken.

So gehört beispielsweise ‚On The Day You Leave‘ zu den Highlights des Albums und zeigt eine neue Seite von „t“: ein wunderbares, melancholisches, beinahe herzerweichendes Stück Musik, getragen von Piano und der Stimme von „t“. Hier ist ihm ein brillantes, gefühlvolles Lied gelungen, das nachhaltige Wirkung zeigt. Ähnliches gilt für den Abschlusssong ‚Always Forever‘.

Die acht Songs, allesamt zwischen fünf und sieben Minuten lang, bieten ein homogenes Album mit abwechslungsreich gestaltetem melodischem Prog, der vielleicht auch mal Richtung Prog-Pop geht. Eine schöne Covergestaltung rundet das feine Gesamtpaket angemessen ab.
Bewertung: 11/15 Punkten (JM 11, KS 11)

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Clouds Can – Leave

von Juergen Meurer Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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