Doom Side Of The Moon – Doom Side Of The Moon

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(38:27, CD, Eigenveröffentlichung/Mascot Records, 2017)
„Doom Side Of The Moon“ ist nicht nur ein Weiteres der unzähligen Cover von dem legendären Album „Dark Side Of The Moon„, sondern zelebriert auch das 50-jährige Bestehen von Pink Floyd. Mit The Sword-Gitarrist Kyle Shutt als Initiator, Bandmitgliedern wie Bassist Bryan Richie und Drummer Santiago Vela III, sowie Sänger Alex Marrero (Brownout / Brown Sabbath), Saxofonist Jason Frey (Black Joe Lewis / Hard Proof) und Keyboarder Joe Cornetti (Croy & The Boys) wurde versucht, eine Heavy Metal-Version des Klassikers zu schaffen. Nach eigenen Angaben kam Shutt die Idee, als er betrunken war und eine härtere Version von ‚Time‘ hören wollte.

Die Erwartungen an Projekte, welche sich an solche Klassiker heranwagen, sind – gerade in diesem Fall – nicht besonders hoch. Es sind doch schon zu viele Musiker daran gescheitert, die mystische Atmosphäre des Originals zu treffen (erinnern wir uns zum Beispiel an die peinliche Parodie von The Squirrels). Wider Erwarten wurde die Betreuerin jedoch von dieser Version mitgenommen. Zwar fehlt zu Beginn mit dem Intro ‚Speak to Me‘ und dem darauffolgenden Track ‚Breathe‘ der erwartete härtere Ton, jedoch wird die eher schon psychedelische Stimmung ganz gut rübergebracht. Ab ‚On The Run‘ ist dann auch zu spüren, dass der Fokus dieses Projekts auf eine schwerere und finstere Version des Originals gelegt wurde. So spiegelt auch ‚Time‘ wider, was Shutt mit seiner „Schnapsidee“ beabsichtigte.

Spannend ist natürlich, wie Shutt plus Band mit Clare Torrys Stimmgewalt in ‚The Great Gig in the Sky‘ umgehen: ersetzt wurde das Ganze durch Saxophon-Riffs, nicht schlecht gemacht aber auch nicht jedermanns Sache. ‚Money‘ hat wohl das größte Makeover bekommen. Aus dem eher blueslastigen Original ist ein Stück geworden, das mit viel Gitarre und Schlagzeug eher zum headbangen einlädt. Mit ‚Us and Them‘ bleibt die Band ziemlich nah am Original; dynamischer und kreativer wurde mit ‚Any Colour You Like‘ umgegangen. Auch ‚Brain Damage‘ hat ein Metal-Makeover bekommen, das sehr an industrial erinnert. Das Finale mit ‚Eclipse‘ geht in eine ähnliche Richtung; Gitarrist und Drummer hauen für einen gelungenen Abschluss nochmal alles raus.

Obwohl die Betreuerin bei der Meinung bleibt, dass Dark Side of the Moon unerreichbar ist und bleibt, ist Doom Side Of The Moon ein beachtenswerter Tribut, der es schafft, Nostalgie-Momente mit neuen Elementen zu vereinen und daher sowohl für Fans des Progressiven Rocks als auch für Metalheads interessant sein dürfte.
Bewertung: 10/15 Punkten (JD 10, KR 9)

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Doom Side Of The Moon – Doom Side Of The Moon

von Joan Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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