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    Du bist hier:Home»Reviews»World Trade - Unify

    World Trade - Unify

    0
    By Kristian Selm on 4. August 2017 Reviews

    (49:33, CD, Frontiers / Soulfood, 2017)
    Als anno 1989 die US-Band Word Trade den Sound der "90125"- und "Big Generator"-Phase von Yes wiederbelebte, galt dies als interessante und durchaus gelungene Überraschung. Zudem fand man mit Polygram ein bekanntes Label, Keith Olsen saß am Produzentenpult, und es wurde sogar Videomaterial für MTV produziert. Dennoch erfüllte das Album in kommerzieller Hinsicht die Erwartungen nicht.

    Hinter World Trade steckte als treibende Kraft Billy Sherwood, der als Multiinstrumentalist und Produzent in den folgenden Jahren nicht nur mit Yes- Bassist Chris Squire zusammenarbeitete, sondern zwischenzeitlich zum Line-up von Yes gehörte, wie auch heute wieder . Dass er beim schwachen Yes-Album "Open Your Eyes" die Zügel in der Hand hielt und in den 2000er- und 2010er-Jahren an diversen Projekten mit jeder Menge namhafter Musiker (u.a. The Fusion Syndicate, The Prog Collective) und Bands (u.a. Squire / Sherwood, Asia, Nektar, Circa:, Yoso) mitwerkelte und dabei mehr Masse als Klasse ablieferte, trug ihm einen zweifelhaften Ruf ein.

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    Deswegen ging der Rezensent ohne große Erwartungen an das dritte Studioalbum von World Trade (nach dem 89er-Debüt und dem 95er-Werk "Euphoria"). Mit an Bord sind die langjährigen Sherwood-Begleiter Bruce Gowdy (Gitarre) und Guy Allison (Keyboards), wie auch der bereits am ersten Album beteiligte Schlagzeuger Mark T.Williams. So liegt mit Blick auf die Besetzung  immerhin kein Etikettenschwindel vor.

    "Unify" umfasst zehn Tracks, es ist auf Anhieb typische Sherwood-Produktion erkennbar. Der voluminöse, verschachtelte AOR mit leichten progressiven Tendenzen und deutlichem Melodieüberhang ist kraftvoll in Szene gesetzt und fällt vor allem durch verzwirbelte Gesangsharmonien auf.

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    Was den Songs ihren World-Trade-Appeal verleiht, sind einige markante Gitarrenläufe von Bruce Gowdy und Guy Allisons leider viel zu kurze Keyboardsoli , die gerade längeren Tracks wie dem über sechsminütigen 'Where We're Going' ihren eigenen Anstrich verpassen. Auffallend ebenso die fließenden Grooves und Bassläufe, die den Songs Tempo und Druck verleihen. Fragezeichen hinterlassen wieder die Eigenständigkeit und Unverkennbarkeit des Songmaterials. Zwar rauscht alles bombastisch und mit einigen Gimmicks versehen durch den Äther, so richtig im Gedächtnis bleiben aber weder markante Melodien noch fesselnde Songfragmente.

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    Im World-Trade-Ranking gilt für "Unity": besser als "Euphoria", schlechter als das Debüt. Für alle Fans des Billy-Sherwood-Kosmos ist dieses Album aber sicherlich ein Anhören wert.
    Bewertung: 7/15 Punkten

    Surftipps zu World Trade:
    Wikipedia
    Billy Sherwood Twitter
    Billy Sherwood Facebook
    Billy Sherwood YouTube

    Alle Abbildung: Billy Sherwood / Frontiers Music

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    AOR Billy Sherwood Bruce Gowdy CD Frontiers Music Gesangsharmonien Guy Allison Mark T. Williams Melodien Sinfonic Rock Soulfood USA World Trade Yes
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    Kristian Selm

    Höre eigentlich alles quer durch den bunten Gemüsegarten des Progressive Rocks, vergesse dabei aber auch nicht den Blick über den Tellerrand hin zu "normaler" Rock- und Popmusik, auch wenn mir vom aktuellen Mainstream leider immer weniger gefällt.

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