Machines Dream – Black Science

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(53:22, CD, Progressive Gears/Just for Kicks, 2017)
Kananda hat zum Beispiel mit Rush, Saga und Mystery Rockkaliber hervorgebracht, an deren Bekanntheitsgrad Machines Dream anknüpfen möchten. Mit ihrem Debüt „Machines Dream“ (2012), einigen Singles und dem 2016 erschienenen Album „Immunity“ war ihnen das noch nicht vergönnt. Mit ihrer aktuellen Scheibe „Black Science” startet die Formation einen neuen Versuch.

Für Genre-Freunde nicht ganz überraschend, nennt die Band Pink Floyd, Genesis, Marillion, King Crimson und Tool als Ziehväter. Allerdings bieten die Kanadier keinen Abklatsch ihrer Vorbilder – vornehmlich melodiös versuchen sie eine eigene Note zu entwickeln. So entstehen Songs, die sich an den Vorbildern orientieren, aber mittels Soundexperimenten einen eigenen Charakter erhalten.

In der Besetzung Brian Holmes – Keyboards -, Craig West: – Bass und Vocals -, Jake Rendell – Acoustic Instruments and Backing Vocals -, Ken Coulter – Drums -, Rob Coleman – Lead Guitar -, sowie mit einigen Gastmusikern entstand ein melancholisches, streckenweise düsteres Album. Nachvollziehbar, denn Themen wie Weltkriege, Faschismus, Gier, Ausbeutung und Umweltzerstörung führen kaum zu einem fröhlich entspannten Liederreigen. Tiefsinnigkeit ohne übertriebenes Pathos ist in jedem Song spürbar.

Das Konzeptalbum ist dem New Artrock zuzuordnen, einige Anleihen aus dem Neoprog gibt es auch. Im Wesentlichen bestimmt ein Mix aus ruhigen, keyboardlastigen Passagen kombiniert mit leicht härteren Elementen die Atmosphäre. Unter den acht Titeln zählt ‚Weimar‘ zu den Höhepunkten.

In Ansätzen erinnert die Darbietung an Riverside. Sowohl kompositorisch, als auch in der Umsetzung brauchen sich Machines Dreams nicht zu verstecken. Der angenehm dezente Gesang von Craig West verleiht dem Gesamteindruck das gewisse Etwas, insgesamt bringen die jungen Musiker ein ausgeprägtes Gespür für gut arrangierte Melodien mit. Dazu ein geschmackvoll gestaltetes Digipak, was will man mehr?
Bewertung: 10/15 Punkten (KR 10, HR 10)

Machines Dream (Foto: Band)

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Über den Autor

Horst-Werner Riedel

Musik spielt seit jeher eine große Rolle für mich. Ursprünglich stand der Sammeltrieb und die Suche nach Neuem im Vordergrund. Erst 2005 eröffnete mir der engere Kontakt zu Gleichgesinnten die Möglichkeit einen intensiveren Blick in die Szene zu erhalten. So blieb es nicht aus, dann auch einmal meine Gedanken und Beobachtungen in Worte zu fassen. Aus dem Blickwinkel des kritischen Betrachters erhalten Konzerte und CD´s oftmals eine tiefergehende Bedeutung und Musik wird neu erlebt.

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Machines Dream – Black Science

von Horst-Werner Riedel Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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