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    Betreutes Proggen
    Du bist hier:Home»Reviews»Next To None - Phases

    Next To None - Phases

    0
    By Kristian Selm on 8. Juli 2017 Reviews

    (78:15, CD, InsideOut Music / Sony Music, 2017)
    Muss man sich ernsthaft Sorgen über sein Urteilsvermögen machen, wenn man von einem Album komplett überfahren wird und anschließend überwiegend Fragezeichen bleiben? Vielleicht sagt diese Kritik auch etwas über die Befindlichkeiten eines Rezensenten aus, der die aktuelle Progmetal-Szene anscheinend nicht so ganz versteht.

    Die relativ junge amerikanische Band Next To None liefert zwei Jahre nach ihrem Debüt "A Light In The Dark" ein weiteres kalkuliert überdrehtes, ungestüm wildes Werk ab, das auf den Hörer von Anfang an keinerlei Rücksicht nimmt. Mit stampfenden und sägenden Riffs, knurrendem Gesang und unberechenbarer Rhythmik setzten Next To None auf komplette Vollbedienung.

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    Das ist bis zu einem gewissen Maß in seiner erstaunlichen Virtuosität beeindruckend, doch insgesamt ist diese Art "Over The Top"-Djent plus Prog und Nu Metal schwer zu goutieren. Wenn der Gesang in klarer Ausprägung daherkommt, die Elektronik- und Industrialsalven etwas zurückgeschraubt werden, wie z.B. beim überaus gelungen Zehnminüter 'Kek' bzw. in einigen Passagen des rund 20-minütgen Longtracks 'The Wanderer', dann erkennt man das Potenzial der Amerikaner, ansonsten wird man einfach nur einer Achterbahnfahrt für die Sinne ausgesetzt. Das ist viel zu viel für die Ohren des Rezensenten, auch wenn hier am Schlagzeug Max Portnoy, der Sohnemann von Mike Portnoy, mit von der Partie ist.

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    Dass sich dieses Quartett noch in den Teenagerjahren befindet, dass es Ambition und Können offenbart und selbstbewusst solch komplexe und kompromisslose Musik auf die Menschheit loslässt, ist positiv zu beurteilen. Aber dieses Album funktioniert nur für Hörer, die mit höchst aggressivem Progmetal klarkommen. Wildes Gedresche, dem etwas weniger Ehrgeiz es allen zeigen zu müssen und mehr Fokussierung gut getan hätten - eindeutig Geschmacksache.
    Bewertung: 9/15 Punkten (JM 4, KR 10, KS 9)

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    Abbildungen: Next To None / InsideOut Music

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    CD Djent Growls InsideOut Music Longtrack Max Portnoy Next To None Nu Metal Prog Metal Progressive Metal Sony Music USA
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    Kristian Selm

    Höre eigentlich alles quer durch den bunten Gemüsegarten des Progressive Rocks, vergesse dabei aber auch nicht den Blick über den Tellerrand hin zu "normaler" Rock- und Popmusik, auch wenn mir vom aktuellen Mainstream leider immer weniger gefällt.

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