
Alternative Rock • Space Rock • Psychedelic Rock • Artrock • Post Grunge
(39:37; Vinyl, CD, Digital; Failure Records/Arduous Records/Virgin Records; 24.04.2026)
Failure bleiben Failure: Alternative Rock, Space Rock, psychedelische Gitarren und diese ganz eigene, leicht entrückte Atmosphäre. "Location Lost" schraubt allerdings die Wucht der Vergangenheit ein gutes Stück zurück. Statt grungigem, noisigem Dreck gibt es viel Luft, einen hellen, sauberen Klang und eine gehörige Portion Nebelmaschine im Kopf. Alles wirkt sehr gazy und entrückt – ästhetisch erinnert das nicht selten an The Cure, ohne dass Failure deshalb plötzlich ihre eigene DNA verloren hätten. Und dann ist da noch Ken Andrews' Stimme, die mich immer wieder an Bushs Gavin Rossdale erinnert und dem ansonsten so luftigen Sound eine dezente Grunge-Note verpasst.
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Schon 'Crash Test Delayed' macht mit seinen glockenartigen Gitarren klar, dass hier durchaus noch Druck vorhanden ist, nur eben deutlich luftiger verpackt. 'Solid State' darf anschließend sogar ein wenig an "Fantastic Planet" erinnern, während 'Halo And Grain' mit seinem elastischen Bass-Groove eher lässig durch die Gegend schwebt. Besonders hübsch geraten ist 'The Rising Skyline', bei dem Hayley Williams (Paramore) gemeinsam mit Ken Andrews den wohl feinfühligsten Song der Failure-Geschichte auslotet. Und mit 'A Way Down' wird dann die The-Cure-Schlagseite besonders deutlich.
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Das Problem: Die Spannung, die sich immer wieder langsam aufbaut, darf offenbar nicht mehr so richtig explodieren. Gerade 'Someday Soon' und das langsam aus dem Nebel kriechende 'Moonlight Understands' zeigen diese Vorliebe fürs Schweben ziemlich deutlich. Vieles bleibt entspannt, melodisch und angenehm atmosphärisch, manchmal allerdings auch so entrückt, dass man sich fragt, ob hier noch jemand den Boden unter den Füßen sucht oder ihn gleich mit ins All genommen hat. "Location Lost" ist damit kein nostalgischer Aufguss von "Fantastic Planet", sondern tatsächlich eine neue Standortbestimmung – nur liegt der Standort irgendwo ziemlich weit über dem Boden. Schönes, atmosphärisch starkes Failure-Album, mir persönlich aber gelegentlich eine Spur zu wolkig und zu wenig geerdet.
Bewertung: 11/15 Punkten
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Besetzung:
• Ken Andrews - Gesang, Gitarre, Bass, Keyboards
• Greg Edwards - Bass, Gitarre, Piano, Keyboards
• Kellii Scott - Schlagzeug
Gastmusiker:
• Hayley Williams - Gesang
Surftipps:
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Alle Abbildungen wurden uns freundlicherweise von Starkuöt Promotion zur Verfügung gestellt.

