Mystery – Redemption

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Mystery - Redemption (Unicorn Digital/Just for Kicks, 15.05.2023) COVER(74:03, CD, Digital; Unicorn Digital/Just For Kicks, 15.05.2023)
Annähernd fünf Jahre sind seit “Lies And Butterflies“, dem dem letzten Album  der Franko-Kanadier Mystery inzwischen vergangen. Nun legen sie mit “Redemption” das mittlerweile achte Studioalbum in ihrer Historie vor. In der Zwischenzeit wurden die Fans noch mit einem Live-Album und einer EP mit historischen Aufnahmen unterhalten.

Wer die Band kennt, den wird es nicht wundern, dass man sich stilistisch nicht sonderlich vom Fleck bewegt. Die Rezeptur des Vorgängeralbums wurde zu fast 100 Prozent übernommen. Gefälliger Bombast-Rock mit jeder Menge Pathos und ausladenden Arrangements. Mit einer Länge von fast 75 Minuten bietet das Sextett auch wieder jede Menge value for money. Dabei sollte man jedoch nicht unerwähnt lassen, dass der Hang der Band ihre Stücke durch häufige Wiederholungen zum Teil über Maßen in die Länge zu ziehen, auch auf “Redemption” wieder zu Tage tritt. In den Lyrics gibt es zudem jede Menge Prayers und Dreams aufs Ohr. Ein gewisses Maß an Kitsch sollte also man schon mögen.

Innerhalb dieser Parameter bekommt man jedoch ein unterhaltsames Werk geboten, dessen Höhepunkt ganz fraglos der abschließende Long-track ‘This is how the story ends’ ist.

Wenn es etwas gibt, das den Hörgenus bisweilen etwas stört, dann ist es das wirklich auffällige Over-acting von Schlagzeuger Jean-Sébastien Goyette. Nicht, dass der Mann technisch nicht wirklich gut wäre, aber da und dort könnte man sich auch einmal in Zurückhaltung üben. Das würde den Stücken sicher eine neue Nuance verleihen. Die Portnoy-Schule des Schlagzeug-Spiels zeigt sich hier leider von der unangenehmeren Seite. Da ist der anderer Orten bisweilen kritisierte Gesangstil von Jean Pageau durchaus noch im Rahmen, zumal er eben auch eine kraftvolle AOR-Stimme mitbringt und einzusetzen weiß. Das Gitarren-Spiel von Michel St-Pere hingegen, gefällt mit seiner unverkennbaren Rothery-Note ausnahmslos.

Letztlich kann man bei Mystery nichts falsch machen, wenn man den bisher bekannten Stil mag. Überraschungen sollte man jedoch nicht erwarten.
Bewertung: 10/15 Punkten


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Abbildungen: Mystery/ Unicorn Digital

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Über den Autor

Dass der Prog-Virus hoch infektiös ist, musste ich bereits in meiner frühen Kindheit erfahren. Während meine Schulfreunde noch sorglos Ilja Richters Disco mit The Sweet und den Bay City Rollers schauen konnten, hatte mich mein älterer Bruder bereits in den frühen Siebzigern mit ELP und Yes verkorkst. Mein erster Radiorekorder und die LP-Hitparade von SWF3 gaben mir mit Genesis und Eloy dann den Rest.

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Mystery – Redemption

von Daaty Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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