Tim Hecker – Love Streams

0

71GRXQcxTLL__SL1200_(42:57, CD, 4AD/Beggars Group/Indigo, 2016)
Tim Hecker macht es einem nicht einfach, weil sich die Musik des kanadischen Soundtüftlers nicht einordnen lässt. Diese bei Schubladendenkern hervorgerufene Hilflosigkeit bewirkte er schon mit seinem Projekt Jetone, als Solist tut er es umso mehr. „Love Streams“ gibt sich relativ unnahbar und insofern endemisch, als dass man Sounds und Harmoniebögen in dieser Konstellation noch nicht gehört hat.

Aufgenommen zusammen mit Ben Frost und Johán Johánssen in den isländischen Greenhouse Studios, kommen die hier enthaltenen „Love Streams“ als karge, harsche und eisige Soundscapes. Die Fülle klangerzeugender Medien liefert überbordende Soundkaskaden, die sich mit der mächtigen Ruhe ins Tal wandernder Gletscher über den Hörer schieben. Von waberndem weißen Rauschen bis zu mit dem Icelandic Choir Ensemble in die Nähe des Olymp verfrachteter Klangkunst verbindet Hecker fragile Electronica, hoch atmosphärischen Ambient sowie Semi-Klassik zu einem beeindruckenden Möbiusband, das der Titel „Love Streams“ treffend umschreibt.
Bewertung: 13/15 Punkten (CA 13, KR 11)

Surftipps zu Tim Hecker:
Homepage
Facebook
Twitter
Wikipedia

Print Friendly, PDF & Email
Teilen.

Über den Autor

Carsten Agthe

-Vermessungsingenieur -Weltenbummler -involviert in: Ornah-Mental, Nostalgia, Vanille & The Woodpeckers, Palin-Drone, Stella Maris, Das Zeichen (RIP), Schl@g, Karmacosmic...

Antworten

Tim Hecker – Love Streams

von Carsten Agthe Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
0