La Fabbrica Dell‘Assoluto – L’Ultimo Uomo D’Europa

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LFDA(55:11, CD, Black Widow, 2015)
Weiter geht’s in der Reihe „Neues aus Bella Italia“. Nach der kürzlich besprochenen Panther & C. geht mit La Fabbrica Dell’Assoluto ein weiterer Newcomer an den Start. Im Folgenden der Einfachheit halber FDA genannt, auch wenn damit gemeinhin etwas ganz anderes verbunden wird.

Auch sie stammen aus Italien (Rom, um genau zu sein), agieren als Quintett und sind grob ins Genre Symphonic Prog einzuordnen. Aber ihre Interpretation dieses Begriffes ist dann doch eine leicht andere. Während Panther & C. zu den Bands zu zählen ist, deren Wohlfühl-Symphonic-Prog leicht ins Ohr geht, sehr gefällig und perfekt inszeniert präsentiert wird, und mit hoher Wahrscheinlichkeit dem Fan der melodiösen Variante gefallen wird, agieren FDA etwas weniger geschliffen. Sie variieren stark in ihren Arrangements, beackern auch mal kurz andere Bereiche, was sie ziemlich unberechenbar macht. Insofern schneiden FDA, was den Abenteuer-Faktor betrifft, deutlich besser ab als das Vergleichspräparat. Ähem … als die Labelkollegen von P&C. Die wiederum haben den Vorteil, dass man sich als Fan des Genres in ihrer Musik sehr schnell zurechtfindet und behaglich zurücklehnen kann.

Auch FDA können melodiösen Symphonic Prog, keine Frage. Tastenmann Daniele Fuligni liefert überragende Arbeit ab. Da wird das volle Retroregister gezogen, neben Mellotron und Piano gibt es auch Mini Moogs, Logan String und Davoly Synthesizer zu hören, sowie – und das ist auch ein wichtiger Pluspunkt – stellenweise ausgesprochen fette Hammond-Orgel. Woran man sich gewöhnen muss, ist die Art des Gesangsvortrags von Claudio Cassio. Er gleitet gelegentlich ins leicht Schrille ab, doch mit der Zeit stellt man fest, dass auch gesangstechnisch alles im grünen Bereich ist.

Der typische Siebziger-Sound enthält nicht nur Orgelparts, die auch mal an RDMs Klassiker “Contaminazione“ erinnert, sondern bietet auch die eine oder andere Überraschung. Da wird es auch mal leicht schräg oder es werden typische psychedelische Pfade betreten – all das gestalten die Italiener sehr souverän. Die weiteren Beteiligten: Daniele Sopranzi (Gitarren), Marco Piloni (Bass) und Michele Ricciardi (Schlagzeug).

Ein sehr spannendes Debütalbum, das definitiv Lust auf mehr macht! In der persönlichen Beurteilung in der Zwischenzeit längst an Panther & C. vorbei gezogen. Einer der besten Newcomer der letzten Jahre auf Black Widow, tendiert glatt zur 13.
Bewertung: 12/15 Punkten (JM 12, KR 11)

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La Fabbrica Dell‘Assoluto – L’Ultimo Uomo D’Europa

von Juergen Meurer Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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