DeWolff – Roux-Ga-Roux

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DeWolff-RouxGaRoux-2016-Cover(51:15, Download, Popup-Records, 2016)
Aus dem tiefen Süden, aus der niederländischen Provinz Limburg, kommt astreine Südstaatenmusik! Seit 2008 haben die Niederländer von DeWolff bereits fünf Studio-CDs und eine Live-Aufnahme veröffentlicht. Mit Roux-Ga-Roux kommt nun der sechste Output in den CD-Player. Man bezeichnet sich auf der eigenen Homepage als psychedelische Hardrock Band. Dies macht es zu einfach. DeWolff zelebrieren US Southern Rock mit einer kultivierten Grundstimmung (Klaus B. schrob wörtlich „sophistikaten“, d. Schlussred.). Hier leben die 70er-Jahre wieder auf. Jede Sekunde der 51 Minuten macht einfach nur Freude. Anspieltipps: restlos alle elf Titel. Ein deutlicher Mitwippeffekt entsteht bei allen Stücken.

Das Gitarrenspiel von Pablo van den Poel steht sicherlich im Vordergrund, nimmt sich aber auch zurück, um dann wieder fast brachial, aber niemals nervig, zu rocken. Er hat eine rauchige Stimme, welche wunderbar zu der Musik passt. Das soll ein Holländer sein? Vom Akzent her ist dies kaum zu glauben. Sein Bruder Luka gibt den Takt an der Schlagbude vor. Das geschieht nicht spektakulär, reicht aber allemal für den beschriebenen Mitwippeffekt. Robin Piso, der dritte im Bunde, bedient die Hammond-Orgel. Alle drei werden als Sänger aufgeführt. Was soweit auch stimmt, da alle auch für Background Vocals verantwortlich zeichnen. Ab und an kommen überdies weibliche Stimmen aus dem Background, leider waren über deren genaue Herkunft keine Informationen zu ermitteln.


Für Proggies, die über den Tellerrand blicken – und das tun ja fast alle – ist ein Reinhören in diese fröhliche Mucke einfach ein „Must“. Viel Spaß!
Bewertung: 12/15 Punkten (KB 12, KR 12)

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Über den Autor

Klaus Bornemann

mit 12 Jahren wurde ich so langsam an die Art-Rock Beatmusik geführt (so hieß das damals, ehrlich). Im Radio gab es noch die legendäre "LP-Hitparade" auf "SWF3". Deep Purple, Emerson, Lake and Palmer und die Earth Band waren meine ersten Lieblingsgruppen. Später folgten Pink Floyd und Queen. Anfang des neuen Jahrtausends war klar, die Ära der intelligenten Rockmusik mit längeren Stücken ist vorbei. Aber weit gefehlt. Bei einem YES-Konzert bekam ich einen Empire/InsideOut-Sampler in die Hand. Dort waren unter anderem Spocks`s Beard und Flower-Kings Stücke drauf. Seitdem bin ich neu infiziert und freue mich über die Kreativität der "neuen" Bands.

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