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    Du bist hier:Home»Reviews»Clive Nolan - Song Of The Wildlands

    Clive Nolan - Song Of The Wildlands

    0
    By Horst-Werner Riedel on 6. Juni 2021 Reviews

    Clive Nolan - Song Of The Wildlands (CrimeRecords, 07.05.21)(57:15, CD, Digital, We Låve Rock Music/ Crime Records, 2021)
    Wer kennt ihn nicht den britischen Neo Progger und Keyboarder Clive Nolan und sein Wirken bei Arena, Shadowland und Pendragon. Als Solist, Bandmitglied oder Unterstützer diverser Projekte steht er für eine endlos scheinende Liste an Veröffentlichungen. Wie für viele war 2021 für Nolan die Zeit reif, ein weiteres Album zu veröffentlichen. Sein aktuelles Werk, mit dem Titel „Song Of The Wildlands“, zählt nicht unerwartet zu den progressiv, symphonischen Werken und weist einen erheblichen Anteil an Pathos auf. Überraschend ist das wie gesagt nicht, denn rückblickend betrachtet zeigte der Keyboarder auf seinen bisherigen Solopfaden schon des Öfteren eine erkennbare Vorliebe für dieses Genre. Es versteht sich fast von selbst, dass Nolan eine große Anzahl von Künstlern um sich versammelt, darunter vier Solisten, einen internationalen 200-Stimmen-Chor und eine Rockband, was am Ende zu einem beeindruckenden musikalischen Erlebnis führt.

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    Das Album basiert auf einem der wichtigsten Epen altenglischer Literatur, gemeint ist das angelsächsische Werk "Beowulf". Dem ein oder anderen dürfte vielleicht eine der Kinoverfilmungen geläufig sein. Beowulf (vermutl. altengl. für Bienen-Wolf) ist ein frühmittelalterliches episches Heldengedicht in angelsächsischen Stabreimen. Mit seinen über 3000 Versen gehört es wohl zu den bedeutendsten Einzelwerken angelsächsischer Sprache. Entstanden sein dürfte das Epos nach dem Jahr 700 und es spielt in der Zeit vor 600 nach Christus in Skandinavien. Der Hauptprotagonist Beowulf zieht mit seinen Gefährten aus, um erfolgreich gegen Ungeheuer und einen Drachen zu kämpfen und zu siegen, um am Ende dann doch tödlich verletzt zu werden.

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    Clive Nolan und seiner großen Besetzung gelingt es, aus diesem Epos mit dem nötigen Pathos ein progressiv, folkorientiertes Gesamtwerk entstehen zulassen. Trotz aller Dramatik und all den abenteuerlichen Erlebnissen bleibt das Album auf einem melodisch hohen und lebendig eingängigen Niveau. Hektische oder gar metallische Passagen finden hier nicht und wenn überhaupt nur absolut untergeordnet statt. Ross "The Boss" Andrew erfüllt seine Rolle als Narrator perfekt, durchgehend sorgt er für die gewünschte Dramatik, sowie die unterschiedlichsten Momente und Stimmungsbilder. Neben der gelungenen musikalischen Umsetzung besticht das Album besonders durch den Gesang und das nicht nur weil die sympathische Magenta-Frontfrau Christina Booth einen der weiblichen Gesangsparts übernommen hat. Wer sich für alte Heldengedichte, Sagen und ähnlich historisch Spannendes im progressiv, folkrockigen Gewand erwärmen kann und dazu noch eine exzellente Darbietung zu schätzen weiß, sollte sich Clive Nolans aktuelle Veröffentlichung einmal näher zu Gehör bringen. Wer sich für das Album interessiert, dem stehen ab Anfang September 2021 folgende Varianten zur Verfügung: Earbook (2 CDs, DVD & Blu-ray), Gatefold Double LP, Limited Gatefold Blood Red Double LP (300 pcs.) und natürlich ein Digital Download.

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    Wer einem Mix aus traditioneller, orchestraler und progressiver Rockmusik aus der Zeit der Drachen, Ungeheuer und Helden etwas abgewinnen kann, für den hat der Brite Clive Nolan mit seinem neuesten Werk „Song Of The Wildlands“ Passendes zu bieten. Durchgehend melodische Songs und Gesang auf hohem Niveau, vereint mit einem guten Schuss Neo Prog laden zu dieser hörenswerten Reise in das Reich der Heldengeschichten ein.
    Bewertung: 11/15 Punkten (KR 10, HR 11)

    Line-up:
    Clive Nolan (Shadowland, Arena, Pendragon, Caamora) - Orchestration, Keyboards und Programming
    Vicki Swan - Nyckelharpa
    Mark Westwood (Shadowland, Caamora) - Electric Guitar
    Stig André Clason - Acoustic Guitar
    Arnfinn Isaksen - Bass Guitar
    Scott Higham (Pendragon) - Drums
    Geir Johansen - Extra Percussion
    Birgitte Njå - Lur
    Morten Clason - Flute
    Ross Andrews - Narrator
    Ryan Morgan - Vocals (Beowulf)
    Christina Booth (Magenta) - Vocals (Tyra)
    Gemma Ashley - Vocals (Solveig)
    Natalie Barnett - Vocals (Freja)
    Ensemble Anonym - Plainchant
    The "Wildland Warriors Choir" - Choir

    Surftipps zu Clive Nolan:
    Homepage
    Facebook: Clive
    Facebook: Wildlands
    Twitter
    Instagram
    Crime Records
    Progarchives
    Wikipedia Clive Nolan

    Abbildungen: Clive Nolan/ Crime Records

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    Arnfinn Isaksen Birgitte Njå CD Chor Christina Booth Clive Nolan Crime Records Digital Earbook Ensemble Anonym Flöte Geir Johansen Gemma Ashley Konzept Konzeptalbum Literaturvertonung Lur Mark Westwood Morten Clason Natalie Barnett Neo Prog Nyckelharpa Pathos Ross Andrews Ryan Morgan Scott Higham Stig André Clason The "Wildland Warriors Choir" Traditional Vicki Swan Vinyl cmm-marketing orchestral
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    Horst-Werner Riedel

    Musik spielt seit jeher eine große Rolle für mich. Ursprünglich stand der Sammeltrieb und die Suche nach Neuem im Vordergrund. Erst 2005 eröffnete mir der engere Kontakt zu Gleichgesinnten die Möglichkeit einen intensiveren Blick in die Szene zu erhalten. So blieb es nicht aus, dann auch einmal meine Gedanken und Beobachtungen in Worte zu fassen. Aus dem Blickwinkel des kritischen Betrachters erhalten Konzerte und CD´s oftmals eine tiefergehende Bedeutung und Musik wird neu erlebt.

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