
Psychedelic Rock • Blues
(44:59; CD, Digital; Tonzonen Records/Cargo; 27.09.2025/21.05.2026)
Die aus Albanien stammende, mittlerweile aber in Nürnberg beheimatete Band, spielt auf ihrem ersten Album eine Mischung aus Blues und Rock mit einer Prise 70s-Feeling. Die Stimme von Sängerin Ina Salaj fällt sofort auf, da sie den Hörer zu erhöhter Aufmerksamkeit zwingt. Es ist schon beachtlich, wie sie die Worte artikuliert. Doch man sollte auch die anderen Mitglieder der Band nicht unterschätzen oder vergessen. Was die Orgel hinkriegt ist mehr als beachtenswert, die Gitarre spielt sehr dienlich und scheut sich nicht vor passenden kurzen Soli, das Schlagzeug passt und der Bass ist hier mehr als nur adäquate Begleitung.
Wir sind zwar bereits im Jahr 2026, aber dieses Album hätte auch 1969 erscheinen können. Es hat den Sound dieser Zeit auf eine sehr angenehme Art ins Heute transportiert und da die Kompositionen ebenfalls absolut zeitlos sind, würde ich darauf wetten, dass viele Musikfreunde das Album in die End 60er/Anfang 70er Jahre verorten würden. Nun, dem ist aber nicht so. Die fünf Musiker sind mit jeder Faser Althippies und so klingen sie denn auch wie die Hippies dieser Zeit. Wer damals 'Atomic Rooster' oder 'Fruupp' liebte, der liebt jetzt mit Sicherheit auch 'Crimson Roots'. Dabei fällt es mir schwer, einen Favoriten zu nennen, da die Tracks allesamt ein gutes Niveau besitzen. Der Bluesfreund freut sich sicher über den Opener oder 'Steps', der Rockfan mag vielleicht als Favoriten eher die beiden 'The Crossing'-Tracks.
Sehr abwechslungsreiches Album mit einigen Hooks und einem Klang wie anno dazumal. Das passt mir sehr gut.
Bewertung: 11/15 Punkten
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Abbildungen: Crimson Roots/Bandcamp

