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    Du bist hier:Home»Reviews»The Progressive Souls Collective – Sonic Birth

    The Progressive Souls Collective – Sonic Birth

    0
    By flohfish on 17. November 2021 Reviews
    The Progressive Soul Collective – Sonic Birth (Metalville, 11.09.20)
    Credit: Felix Schönberger

    (1:02:51, CD/Digital, Metalville, 2020)
    Hakens Conner Green am Bass, Perkussion-Legende Luis Conte (Phil Collins, Eric Clapton, Julian Lennon, Santana, Madonna) Ex-Angra Schlagzeuger Aquiles Priester (Tony MacAlpine, W.A.S.P.) sowie die beiden früheren Dream Theater-Tasten-Wizzards Kevin Moore (O.S.I., Chroma Key) und Derek Sherinian (Black Country Communion). Sieht man zum ersten Mal die Liste der Musiker, die sich auf dem Debüt-Album von The Progressive Souls Collective die Klinke in die Hand geben, fällt einem glatt die Kinnlade herunter. Und dass diese bunte Ansammlung renommierter Musiker dann auch noch um Organised Chaos-Goldkehlchen Vladimir Lalić ergänzt wird, lässt zumindest bei Kennern der Szene die Vorfreude auf "Sonic Birth" nur noch weiter steigen. Nur beim Namen Florian Zepf werden Prog Metal-Fans wohl ins Grübeln geraten, denn er ist der einzige Unbekannte in dieser Riege renommierter Musiker, so dass man sich spontan fragen muss, wer den deutschen Gitarristen zu diesem All-Star-Projekt eingeladen hat.

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    Die Frage ist jedoch einfach beantwortet: Niemand. Denn The Progressive Souls Collective geht auf die Initiative Florian Zepfs zurück. Er war es nämlich, der es mit Hilfe von Aquiles Priester vollbrachte, die anderen Musiker für sein Projekt zu gewinnen. Was die Mitwirkenden jedoch daran reizte, sich an Zepfs Kollektiv zu beteiligen, bleibt im Dunkeln. Denn Florian Zepfs Songwriting steht nicht etwas für innovativen Progressive Rock moderner Schule, sondern vielmehr für Retro-Prog Metal im Stile der 90er Jahre.

    Und so unterscheidet sich die Musik auf "Sonic Birth" nicht wesentlich von jener, mit welcher Dream Theater oder Psychotic Waltz am Ende des letzten Milleniums Bekanntheit erlangten. Nur eben, dass deren Musik damals innovativ war. Und so sind die Aushängeschilder dieses Albums nicht etwa die Fingerfertigkeiten der Herren Moore, Sherinian, Priester und Green, da diese das abliefern, was man von ihnen gewohnt ist. Das ist, wie beim herausragenden 'Hurt' oder dem Longtrack 'Destiny Inc.' zwar Prog Metal auf höchstem Niveau, aber doch irgendwie 90er Jahre Hausmannskost. Stattdessen beeindrucken vor allem der Stimmumfang des Serben Lalić sowie das Perkussion-Spiel von Luis Conte . Schaut man sich nämlich einen Song wie beispielsweise 'Killing True Beliefs' an, so sind es die Caribbean Flair verbreitenden, Steel-Drums des Kubaners Conte sowie das Volumen des geschulten Opernsängers Vladimir Lalić, die das Stück vom Progressive Metal-Einheitsbrei abheben.

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    Doch leider ist dies nicht wirklich genug dafür, dass das Album auch langfristig in den Erinnerungen des Hörers hängenbleibt. Zu unspektakulär und überraschungslos ist dafür einfach das Songwriting. Denn trotz gefälligem ersten Eindruck, lässt "Sonic Birth" in seiner Wirkung schnell nach.

    Ausnahme ist lediglich die Pop-Apppeal versprühende Ballade 'You and Me Alone', da Florian Zepf hier ein Händchen für eingängige Melodien beweist. Und die durch ihr reiches Instrumentarium begeistert und bei der Sängerin Megan Burtt mit angenehmen Klangfarben überzeug.

    Ansonsten entspricht der Erstling von The Progressive Souls Collectiv ein wenig dem Motto 'Malen nach Zahlen'. Und da nützt es auch nichts, dass die Pinsel hierbei von Ausnahmemusikern geschwungen werden.
    Bewertung: 10/15 Punkte (FF 10, KR 11)

    Tracklist:
    1. 'Metature' (4:58)
    2. 'Comfortable Darkness' (2:49)
    3. 'Killing True Beliefs' (6:27)
    4. 'Fractional Emotion' (6:06)
    5. 'A Formula for Happiness 6:50)
    6. 'Inner Circle' (2:11)
    7. 'You and Me Alone' (5:13)
    8. 'Hurt' (4:39)
    9. 'Destiny Inc.' (15:37)
    10. 'Mind Treasures' (1:44)
    11. 'With Others' (6:19)

    Besetzung:
    Florian Zepf (Gitarren, Begleitgesang, Programmierung, Perkussion)
    Vladimir Lalić (Gesang)
    Megan Burtt (Gesang – Track 7)
    Conner Green (Bass – Track 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 9 & 11)
    Aquiles Priester (Schlagzeug)
    Luis Conte (Percussion – Track 3, 7)
    Kevin Moore (Loops, Programmierung – Track 1, 2, 6, 7 & 10)
    Joe di Fore (Horns – Track 8, Klarinette & Oboe – Track 7)
    Isaac Anderson (Uilleann Pipes – Track 7)
    Kevin Buckley (Fiddle – Track 7)
    Eileen Gannon (Harfe – Track 7)
    Leon van Egmond (Mundharmonika – Track 1)
    Maria Grigoryeva (Geigen & Bratschen – Track 1, 4, 9 & 11)
    Svetlova Elena Alexandrova (Cello – Track 1, 4, 9 & 11)

    Special Guest:
    Derek Sherinian (Keyboards)

    Surftipps zu The Progressive Souls Collective:
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    Abbildungen: Alle Abbildungen wurden uns freundlicherweise von Flying Dolphin Entertainment Group zur Verfügung gestellt.

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    Aquiles Priester CD Cello Conner Green Derek Sherinian Deutschland Digital Eileen Gannon Florian Zepf Flying Dolphin Entertainment Group Harfe Isaac Anderson Joe di Fore Kevin Buckley Kevin Moore Leon van Egmond Luis Conte Maria Grigoryeva Megan Burtt Metalville Mundharmonika Oboe Progressive Metal Svetlova Elena Alexandrova The Progressive Soul Collective Uilleann Pipes Vladimir Lalić
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    1978 in Traben-Trarbach geboren und seit 2014 in Köln ansässig bin ich noch immer ein echter Globetrotter. Ziehe ich gerade einmal nicht trampend und couchsurfend mit meiner Frau Inga durch die Welt, so arbeite ich als Sozialpädagoge in der Inklusionsbegleitung sowie in der Einzelfall- und Familienhilfe. Nebenberuflich bin ich als Stadtführer für Free Walk Cologne tätig. Außerdem nähen Inga und ich hin und wieder noch immer unsere Travelling Monkeys, handgefertigte Stoffaffen. Musikalisch in den 90ern sozialisiert, wuchs ich mit Grunge (Pearl Jam, Nirvana), Prog (Marillion, Dream Theater), Punk (Bad Religion, NoFX), Gothic Metal (Paradise Lost, My Dying Bride) und Crossover (Rage Against the Machine, Faith No More) auf. Für mich sind die letzten zehn Jahre musikalisch so ziemlich die spannensten, die ich bisher erlebt habe, da in dieser Zeit viele jener verschiedenen Stile musikalisch zusammengführt worden sind.

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