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    Du bist hier:Home»Reviews»Brian May - Back To The Light (Gold Edition)

    Brian May - Back To The Light (Gold Edition)

    0
    By SaschaG on 18. August 2021 Reviews

    (51:13, 2-CD, LP, Digital, Boxset, EMI/Universal, 2021/1992)Brian May - Back To The Light (Gold Edition; 06.08.21)
    Für viele Queen-Fans sah es 1992 ganz danach aus, dass Brian May künftig mit seiner Solokarriere ihre Bedürfnisse stillen würde. Wo Roger Taylor mit seinen Soloalben und seiner Zweitband The Cross sämtlich stilistischen Parallelen zu Queen vermieden hatte, John Deacon wenig auf Solo-Aktivitäten aus war und Freddie Mercury nicht mehr unter uns weilte, brachte Brian Mays offizielles Debüt über weite Strecken genau das, was man sich erwartete: breitwändig produzierte Songs voller Pathos, Energie und knackiger Gitarren, die man sich eigentlich allesamt auf einem potenziellen "Innuendo"-Nachfolger vorstellen könnte. Die alte Tante EMI bringt nun eine erweiterte und remasterte Neuauflage des längst rar gewordenen Albums in die Läden.

    Das Album "Back To The Light" war im Prinzip das Ergebnis von mindestens zehn Jahren Arbeit. Das eröffnende Instrumental 'The Dark' war beispielsweise ein Outtake des "Flash Gordon"-Soundtracks. 'Too Much Love Will Kill You' war zu "The Miracle"-Zeiten von Queen als Demo aufgenommen, aber letztlich abgelehnt worden, weil May den Song mit zwei Gastautoren geschrieben hatte, was laut Meinung seiner Bandkollegen zu rechtlichem Hickhack hätte führen können. 'Resurrection' und 'Nothin' But Blue' waren in instrumentalen Versionen mit anderem Titel bereits auf dem Cozy-Powell-Album "The Drums Are Back" erschienen, und 'Let Your Heart Rule Your Head' hatte Brian für Skiffle-Legende Lonnie Donegan geschrieben. Dass das Endresultat so stringent und zeitlos klang, dürfte fraglos der Queen-Schule geschuldet sein: wenn jemand Erfahrung damit hatte, Material unterschiedlichster Couleur miteinander zu verbinden, dann die Ex-Queen-Mannschaft. Und so bringt "Back To The Light" kommerzielle Radiosingles ('Driven By You', 'Back To The Light'), die traditionelle May-Pianoballade ('Too Much Love Will Kill You'), Akustisches '(Let Your Heart Rule Your Head', 'Just One Life'), Blues ('Nothin' But Blue') und natürlich eine ganze Reihe knackiger Hardrocker ('Resurrection', 'Rollin' Over', 'I'm Scared', 'Love Token') zusammen, ohne dass irgendwelche Brüche erkennbar wären.

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    Dass instrumental gesehen hier keine Fragen aufkommen würden, war auch schon beim Anblick der Gästeliste klar: einige Songs featureten die unschlagbare ehemalige Whitesnake/Black-Sabbath-Rhythmusgruppe Cozy Powell (dr) und Neil Murray (bs), Rainbows Don Airey (keys) war ebenso vor Ort wie Queen-Kollege John Deacon, Chris Thompson (Manfred Mann's Earth Band, voc), Gary Tibbs (Adam & The Ants, bs) und Steve Hogarths ehemaliger Europeans-Bandkumpel Geoff Dugmore (dr). Überraschend aber, dass Brian als Leadsänger eine durchweg gute Figur machte. Klar, May hatte auch bei Queen immer mal wieder den Leadgesang übernommen, aber die Leistung auf "Back To The Light" geht trotzdem als beachtlich durch. May hat von Natur aus eine eher sanfte, hohe Stimme, und zu keiner Sekunde übertritt er deren natürliche Grenzen. Stattdessen orientiert er sich bei viele Songs hörbar an Roy Orbison (der auch auf Queen erheblichen Einfluss ausgeübt hatte) und kann durch die Bank überzeugen.

    Das schicke Digisleeve kommt mit einer Bonus-CD, die mit Ausnahme einer Liveversion des Titelsongs aus Jay Lenos "Tonight"-Show alle zum Album gehörenden B-Seiten versammelt - nicht jedoch die auf der 'Back To The Light'-Single enthaltene 1983er "Star Fleet EP", die mit Sicherheit noch eine gesonderte Veröffentlichung erfahren wird. Und das ist im Prinzip auch die beste Nachricht dieser Neuauflage: sie bildet den Startschuss zum kompletten Re-Release des längst vergriffenen May-Backkataloges. Sollten die kommenden Veröffentlichungen ähnlich fein ausschauen wie "Back To The Light", lässt Brian damit die eher mitteltollen Neuauflagen seiner Stammband recht alt aussehen.

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    Ohne Bewertung (Re-Release)

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    SaschaG

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