
Jazz • Jazz Rock • Fusion • Soul
(47:16; CD, Digital, Vinyl; Art Of Groove/Indigo/ Mig-Music; 18.04.1989/04.09.2026)
Fusion bzw. Jazz Rock ist zwar nicht die Haupt-DNA von BetreutesProggen, doch die Musikszene ist bekanntlich vielfältig und kennt bekanntlich auch keine Grenzen. Daher ist es auch gerechtfertigt, Alben, die es verdient haben, immer wieder einen passenden Platz auf dieser Plattform zu geben. Das Mig-Music-Label ist dafür bekannt, bereits vergessene bzw. lange vergriffene Musikperlen wieder verfügbar zu machen. Eine dieser beachtenswerten Produktionen ist von Milky Way. Eine Verwechslung mit den gleichnamigen kanadischen Punkern verbietet sich natürlich, handelt es sich doch um ein Fusion- bzw. Jazz-Rock-Projekt.
Schaut man sich die damalige Besetzung an, erübrigen sich jegliche Fragezeichen zur Qualität und Ausrichtung. Zum hochkarätigen Line-up zählen unter anderem Jazzgrößen wie Lenny White, Victor Bailey, Randy Brecker, Michał Urbaniak, Christoph Spendel und Ray Gomez. Alles Musiker, die in unzähligen Bands ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten stets unter Beweis gestellt haben. Das gleichnamige und einzige Album der Supergroup Milky Way erschien erstmals im Jahr 1989. Die Freude über die aktuelle Wiederbelebung des Albums dürfte allerdings durch den frühen Tod der drei zuletzt genannten Musiker (2025/2026) deutlich getrübt sein. Es ist daher sicherlich nicht vermessen, diese remasterte Wiederveröffentlichung von "Milky Way" auch als eine Hommage, speziell an die drei namhaften Künstler, zu verstehen. Was alle Beteiligten im Jahr 1989 an diesem Werk von Beginn an verbunden hat, waren ihre ausgesprochenen Fähigkeiten für virtuose Improvisationen, eingängige Melodien und den charakteristischen Sound des klassischen Fusion-Jazz in Verbindung mit einem gewissen Soulanteil. Einen nicht unerheblichen Anteil daran hatte der polnische Milky-Way-Initiator, Saxophonist, Violinist und Komponist Michał Urbaniak, als er die illustre Musikertruppe zusammenbrachte. Leider war der Formation nur ein kurzlebiges Bestehen vergönnt. Für den Genrefreund und nicht nur für den müsste das Album bereits bei der Veröffentlichung ein uneingeschränkter Tipp gewesen sein, der noch heute seine Berechtigung beibehalten hat.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Da "Milky Way" für eine längere Zeit weder auf CD noch auf Vinyl erhältlich war, darf es als Glücksfall bezeichnet werden, dass nun das Label bereit war, beide physischen Formate, Vinyl (in einer limitierten Picture-Disc-Version) und die CD-Variante, neu aufzulegen.
Bewertung: 11/15 Punkten
Tracklist:
- 'Minimal Samba' (04:43)
- 'Out Of Brooklyn' (04:30)
- 'Cruisin' (04:39)
- 'Ofra Haza' (05:11)
- 'Cool Wave' (04:19)
- 'Milky Way' (04:25)
- 'Ice Palace' (05:08)
- 'The Mysterious Bookshop' (04:46)
- 'Overture' (00:47)
- 'Kolotek' (04:49)
- 'Destiny' (03:59)
Besetzung:
• Lenny White - Drums, Percussion
• Victor Bailey - Bass
• Michał Urbaniak - Lyricon, Violin, Tenor Saxophone, Soprano Saxophone, Vocals
• Mathews Radziejewski - Guitar
• Ray Gomez - Guitar
• Christoph Spendel - Synthesizer, Piano
• Randy Brecker - Trumpet
• Nicki Richards - Vocals, Guitar
• Urszula Dudziak - Voice
Surftipps:
• YouTube
• Rezensionen, Liveberichte & Interviews
Abbildungen mit freundlicher Genehmigung: Milky Way/Art Of Groove/Indigo/Mig-Music

