Vintage Hard Rock • Occult Rock • Retro Metal
(41:28; Vinyl, CD, Digital; Nuclear Blast; 11.09.2026)
Ein von Tom Dalgety (Opeth, Ghost) produziertes Album, welches knietief im alten Heavy Metal der Siebziger fußt, mit schmierigen Orgeln, überdrehten Riffs und passend dazu thematisch in düsteren viktorianischen Gefilden unterwegs ist.
Grundsätzlich ein Setting, mit dem ich selten viel Anlauf benötige, aber: Kommst du mit der an traditionellen Metal/Hardrock erinnernden Stimme einfach nicht auf Du, dann wird es bei jedem Album schwierig.
Eine knochentrockene Produktion, dynamische Sounds voller Irrungen und Wirrungen, spooky Oldschool Metal, goth-like Atmosphären – ich werde letztlich nicht warm mit der Stimme. Irgendwo sind Green Lung nie zu weit entfernt von Sabbath-Aphorismen, Deep-Purple-Gitarren und dem guten alten NWOBHM.
Es wirkt leidenschaftlich, dreckig und mit den passend atmosphärischen Gimmicks an den richtigen Stellen. 'Together In Death' ist eine Horror-Ballade, nutzt weibliche Backings und taucht tief in die frühen Seventies ein. So weit, so schön, auch wenn der Baukasten in Sachen Vintage Rock/Metal alles an die richtigen Stellen verorten ließ, mich lässt an dieser Stelle manches erstaunlich kalt.
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'Black Magic Radio' rifft eingängig mit satten Retro-Riffs, gruselige Geschichten werden hier erzählt – alles irgendwo zwischen Uncle Acid, Graveyard, alten Witchcraft oder Pentagram positioniert. Freunde der Materie finden hier alle Stereotypen, sämtliche zu Staub verfallenen Utensilien aus der verschollenen Vintage-Rock-Schatzkiste auf dem Dachboden griffbereit.
Die Fuzz-Kolonne macht eigentlich nicht wirklich viel falsch, man rockt unterhaltsam, gefällig und eingängig nach vorne, alte Kino-Schocker aus den Sixties erscheinen wie von selbst vorm geistigen Auge. Freunde der Materie sollten den Versuch starten, ist in Sachen Produktion, Melodik und Drive vieles im dreckigen Horror-Rock der Briten an den richtigen Stellen.Bewertung: 9/15 Punkten
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Alle Abbildungen wurden uns freundlicherweise von Nuclear Blast zur Verfügung gestellt.




2 Kommentare
Hi Rajko, na da gehen unsere Meinungen aber seeeeehr weit auseinander. Dieses Album ist das beste Album das Black Sabbath nie aufgenommen haben. Dazu diese Stimme die oft an Ozzy erinnert, dabei aber weit weniger gepresst klingt wie oft bei ihm. Wenn du damit nicht klar kommst ist es natürlich schwierig, aber dennoch sind die Riffs allererste Güte und auch die Soli auf der Gitarre sind meist ebenbürtig mit Tony Iommi. Ich hab mir das Album eigentlich nur angehört weil du normalerweise nicht so tief bewertest. Aber gut, dass das unter Musikfans so ist. Das fördert manche Schätze zu Tage, auch bei einer schlechteren Rezi……;-). Hättest du ne 14 gegeben wäre ich nie auf die Idee gekommen reinzuhören……
Ja Marc, in der Tat spannend und vielen Dank für die Wahrnehmung. Ich bin ja Fan dieser Vintage Sounds, aber mit der Stimme, gewissen Nuancen einfach nicht warm geworden und glaub mir, ich lese ja dass dieses Album woanders mit Höchstnoten honoriert wurde. Ob e mit Iommi gleichzusetzen ist, naja keine Ahnung, viel wichtiger ist immer wieder dass es so kaputte Liebhaber gibt wie uns, die dem Ganzen so viel Wertschätzung entgegen bringen und ich seh ja wie sehr sich die Bands freuen, wenn man sich mit Begeisterung ihrer Mucke widmet, weil dort ja auch nachgespürt wird, das man sich mit den Alben tatsächlich auch auseinandersetzt.lg