
Post Punk • Shoegaze • Industrial
(41:40; Vinyl, Digital; Araki Records/Atypeek Music; 22.05.2026)
Der Gesang der Sirenen. Das Schweizer Projekt macht es einem nicht gerade leicht, es auf Anhieb zu mögen – zu sperrig, zu harsch, zu kompromisslos. Der eigentlich als anheimelnd empfundene Shoegaze entpuppt sich unter Sauvageoness als Tortur mit steigendem Lärmpegel ('RD EIA', 'Mary'), weswegen sich die Band auch nicht hinter meterhoch auftürmenden Industrialeskapaden ('RD Indusbeast', 'Ex Vodo Ardent‘'), eiskaltem Darkwave ('What To Love') oder zum Pogo animierenden Post-Punk-Bösartigkeiten ('mio stars at the end') versteckt.
Nein, Sauvageoness haben es nicht nötig, sich Freunde machen zu wollen. Die zum größten Teil übersteuerten Gitarren geben sich als Bohrer in die Nervenenden, Sängerin Sauvageoness steht dem in nichts nach und wandelt sich von einer Siouxsie Sioux zu einer Furie im Post Metal. In diesem Zusammenhang lärmt man sich, bei den Eighties angefangen, durch die Jahrzehnte und nimmt dabei alles mit, auf dem der Stempel ‚Noise‘ prangt und das nicht allzu farbig daherkommt. Man soll bloß nicht zu sehr in Wellness abgleiten und eventuell auch noch auf irgendwelche positiv gearteten Temperamentsausbrüche hinarbeiten.
Bewertung: 9/15 Punkten
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Bandcamp. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Surftipps:
• Bandcamp
• Rezensionen, Liveberichte & Interviews
Abbildungen: Sauvageoness/Bandcamp

