Psychedelic Rock
(34:14; Vinyl, CD, Digital; Suburban Records; 05.12.2025)
The Harmonica Man rules. Schwer Bluesrock-affin und -infiziert startet der Den Haager Fünfer in sein zweites Album. Gerade einmal eineinhalb Jahre nach dem Debüt "Isaak’s Marble" geben sich Heath die Ehre und gleiten anfangs fast schon schwerelos und mit 'Exordium In D Minor' in ein Relikt hochgradig psychedelischer Exzesse. Die Mundharmonika definiert sich zwischen Blues und Morricone, die Energie rangiert zwischen Wishbone Ash und den Allman Brothers, derweil bei jedem der beiden viertelstündigen Maintracks 'Murmurations' und 'Nosedive' unablässig an der Spannungsschraube gedreht wird, was wahrlich in orgiastische Finals mündet.
Mit ambienten Soundcollagen, Western-Twang, entrückter Psychedelia und schwer rockendem Headbangingstuff bauen Heath mächtige Sounddübel, wobei gerade die psychoaktiven Sequenzen in 'Nosedive' reichlich wegdröhnen umd die Harmonica-Parts Assoziationen an einen Mark Feltham (Talk Talk, The The, Steven Wilson, Oasis, Archive) wecken. Somit dürften Heath mit ihrem Soundbild auch in ihrem Terrain ziemlich endemisch sein, was einmal mehr für die Holländer spricht.
Bewertung: 12/15 Punkten
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Abbildungen: Heath/Bandcamp

