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    Du bist hier:Home»Reviews»Pallas – The Messenger

    Pallas – The Messenger

    2
    By Juergen Meurer on 11. Februar 2024 Reviews

    Pallas – The Messenger (unsigned/Just for Kicks, 15.12.2023) COVER(50:16, CD, digital; Eigenveröffentlichung/Just for Kicks, 15.12.2023)
    Pallas sind wieder zurück – diesmal nicht mit einer Neuauflage bekannten Materials in neuem Gewand wie zuletzt (siehe "The Edge of Time" (2019) oder "Fragments of the Sun" (2020)). Sondern mit brandneuem Material. Um genau zu sein, mit sechs Songs meist mit Spielzeiten zwischen sieben und neun Minuten mit den beiden Ausreißern 'The Great Attractor' (4:15) und dem das Album abschließenden Titelsong (13:03).

    Vorab gab es schon äußerst euphorische Stimmen zu "The Messenger". Da hieß es zum Beispiel, dass es sich um das beste Pallas-Album seit Dekaden handelt, somit war die Erwartungshaltung, gerade für den Pallas-Fan, recht hoch. Das zur Besprechung vorliegende Album kommt auch gleich im schönen Digipack daher (es gibt zusätzlich noch eine Mediabook-Variante) und zeigt auf den ersten Blick gleich zwei Dinge: Erstens, Frontmann Alan Reed ist wieder zurück (was aus Sicht des Rezensenten schon mal eine gute Nachricht ist). Und zweitens - da sind ja nur vier Musiker abgebildet! Alle Namen sind den Pallas-Fans bestens bekannt, aber wo ist der Schlagzeuger? Fehlanzeige! Stattdessen das Wörtchen "Programming". Hm, keine gute Nachricht. Da kommen Neo-Prog-Klassiker wieder zusammen und arbeiten ohne Schlagzeuger?! Seltsamer Ansatz.

    Und so schleicht sich gleich eine Portion Skepsis beim ersten Hördurchlauf ein. Und die 50 Minuten lassen den Rezensenten schließlich tatsächlich etwas ratlos zurück. Das beste Album von Pallas seit Dekaden?! Wirklich jetzt? Am Schreiberling rauscht das Gehörte jedenfalls im ersten Durchgang völlig vorbei, nichts bleibt hängen.

    Gleich der Opener 'Sign of the Times' gerät zur ersten Euphoriebremse. Der markante Gesang von Alan Reed fehlt und tatsächlich hat der programmierte Rhythmus Potenzial, hin und wieder etwas auf die Nerven zu gehen. Pallas haben immer grundsätzlich das Zeug dazu, richtig knackig zu klingen - auf diesem Song tun sie es nicht. Es folgt der kurze Song 'The Great Attractor'. Und da ist sie dann auch endlich, die typische Alan Reed-Stimme mit entsprechender Ausstrahlung und auch der typische Pallas-Bass ist zu hören. Es folgt 'Fever Pitch'. Das war nicht nur ein schöner Film (im Original), sondern ist hier auch eine der besten Nummern des Albums. Mächtiger Sound, stimmungsvoll, feine Gitarrenarbeit – gut gelungen also. 'Heavy Air' ist alles andere als heavy, hier leisten die Keyboards die Hauptarbeit, erst gegen Ende gibt es ein kurzes aber exzellentes Gitarrensolo.

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    'The Nine' ist nicht nur fast neun Minuten lang, sondern bietet ein neues Element, nämlich beinahe Rap-artiges. Der Titelsong hat einige sehr gute Parts zu bieten und am Ende beinahe etwas Hymnenhaftes. Auch hier setzen die Keyboards geschickt Akzente, ohne sich dabei in den Vordergrund zu spielen. Gelegentlich hat es auch etwas Yes-artiges, allerdings eher die aktuellen Yes (ist das jetzt eine Empfehlung oder ein Stimmungstöter?). Insgesamt fehlt hier etwas, entspricht das Album dann doch nicht der eigenen (vielleicht etwas zu hoch angesetzten) Erwartungshaltung und zündet trotz mehrerer Durchgänge beim Schreiberling leider nicht wirklich, so dass eine uneingeschränkte Empfehlung für alle Pallas-Fans eher nicht gegeben werden kann. Ist halt etwas anders ausgefallen, insofern möge man sich vielleicht besser vorher, wenn möglich, ein Bild machen.

    Die typischen Pallas-Merkmale blitzen gelegentlich auf, die Keyboards tragen bisweilen ambiente Sounds bei, doch die Songs schaffen es nicht, sich nachhaltig in den Gehörgängen festzusetzen. Trotzdem schön, dass sie zurück sind.
    Bewertung: 9/15 Punkten


    Besetzung:
    Alan Reed - voice
    Graeme Murray - bass / voice
    Niall Mathewson - guitars / programming
    Robbie Brown - keyboards / voice / programming

    Surftipps zu Pallas:
    Homepage
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    YouTube
    Bandcamp
    last.fm
    MusicBrainz

    Abbildungen mit freundlicher Genehmigung: Pallas/Just for Kicks

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    Alan Reed Ambient CD Digipack Digipak Digital Download Eigenveröffentlichung Graeme Murray Import Just For Kicks Mediabook Melodic Rock Neo Prog Niall Mathewson Pallas Progressive Rock Ronnie Brown Schottland unsigned
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    Juergen Meurer

    Auf den Hund gekommener Proggie, aufgewachsen mit Yes, Genesis, Gentle Giant, King Crimson, VdGG usw. Anschließend bemerkt, dass es - huch - ja noch sooo viele andere Bands in dieser Richtung gibt, quer über den Globus verteilt. Dann kam das Interesse für Italo-Prog, Skandinavier, Japaner, Franzosen usw. Über Tangerine Dream, Klaus Schulze, Vangelis, Kitaro usw. entwickelte sich dann auch stetig das Interesse an Elektronischer Musik und Ambient.

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    2 Kommentare

    1. Bernd Sitzler on 11. Februar 2024 14:53

      Hallo Jürgen, danke für diese treffende Rezension, die Lobhudelei einiger Versender und Progmagazine finde ich befremdlich. Habe meine CD weiter verschenkt, maximale Enttäuschung. ich liebe Pallas und den Progrock der 80er, aber das neue Album ist einfach nur schwach .LG und Respekt für die vergebene Punktzahl. Volle Zustimmung. Bernd

      Reply
      • Juergen Meurer on 12. Februar 2024 23:35

        Hallo Bernd, ich mag Pallas auch sehr, und ich hatte mich schon auf das Comeback gefreut. Das fällt aber aus meiner Sicht vergleichsweise mau aus. Ich hätte ja gerne mehr Punkte vergeben, aber es zündet einfach nicht. Leider!

        Reply
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