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    Du bist hier:Home»Reviews»Seven Reizh - Quand s'envol les mots

    Seven Reizh - Quand s'envol les mots

    0
    By Horst-Werner Riedel on 22. Juni 2023 Reviews

    (88:10, DCD Mediabook, Triple Vinyl, Digital, Label Seven Reizh Editions, 03.05.2023)
    Seven Reizh war ursprünglich ein bretonisches Duo, das in den letzten Jahren immer wieder mit aufwendig gestalteten Alben für einige Aufmerksamkeit in der Musikszene sorgen konnten. Die langjährigen französischen Freunde Claude Mignon (Komponist und Musiker) und Gérard Le Dortz (Schriftsteller und Sänger) hatten mit großem Engagement an ihren geheimnisvollen Geschichten gearbeitet. Nach der Gründung von Seven Reizh im Jahr 1999 veröffentlichte das Duo 2001 ihr Debütalbum "Strinkadenn'Ys". Später folgten "Samsâra" (2006), "La Barque ailée" (2015) und "L'Albatros" (2018).
    Was ursprünglich als Trilogie gedacht war, wird nun mit dem mittlerweile fünften Studioalbum "Quand s'envol les mots", was soviel heißt wie „Wenn die Worte wegfliegen“, abgeschlossen. Es darf als eine Form der Aufarbeitung der letzten beiden Alben verstanden werden und beendet die 2001 mit "Strinkadenn'Ys" begonnene Tetralogie.

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    Aufmerksamen Fans von Seven Reizh wird nicht verborgen geblieben sein, dass auf dem aktuellen Album offensichtlich ein Name fehlt, es handelt sich dabei um die andere Hälfte des ehemaligen Duos, Gérard Le Dortz. Für die komplett neu erstellte bzw. überarbeitete Version der letzten beiden Alben bemühte der verbliebene Mitbegründer von Seven Reizh, Claude Mignon, zahlreiche Gastmusiker. Die Formation ist von Beginn an dafür bekannt, eine Brücke zwischen den unterschiedlichsten Stilrichtungen zu schlagen. Claude Mignon und seine teils sehr namhaften Gastmusiker vereinen Rock, Progressive Rock, keltischen und bretonischen Folk, World Music und Elemente der klassischen und symphonischen Musik miteinander. Mignon benötigte bis zur Vollendung des Gesamtkunstwerkes, man beachte besonders die aufwendig und farbenfroh gestaltete Buchausgabe, ganze drei Jahre. Es ist mit Fotografien des Komponisten illustriert sowie Gemälden von Yveline Adernot, einer Malerin aus Camaret-sur-Mer. Die Grafikdesignerin Solène Le Grand gab dem Album abschließend den Feinschliff. In Anbetracht des Ergebnisses ein absolut gerechtfertigter Aufwand und ein kleines Schmuckstück in jeder Musiksammlung.

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    Die lange Liste traditioneller Instrumente zeigt, worauf Claude Mignon stilistisch seinen Schwerpunkt gelegt hat. Den Höreindruck bestimmen mit (progressivem) Rock und sphärischen aber auch akustischen Phasen angereicherter keltisch, bretonischer Folk. Vorwiegend handelt es sich um ein Instrumentalwerk, das allerdings auch durch einige fast exotisch wirkende Gesänge und Stimmen bereichert wird. Das mag vor allem daran liegen, dass u.a. eine Vietnamesin und eine Türkin diesen Part übernommen haben. Die einzelnen Songs variieren zwischen Melancholie und Zuversicht, bis hin zu lebhaft dynamischen Momenten. Eine Bandbreite, die viele Möglichkeiten der musikalischen Entfaltung eröffnet und von allen Musikern spürbar gerne umgesetzt wird.

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    Das aktuelle Seven Reizh Album "Quand s'envol les mots" ist eine 88-minütige musikalische Reise durch keltisch-bretonisch geprägte Progressive Rock Landschaften. Ein folkloristisches Wechselbad zwischen Anmut, Melancholie und purer Lebensfreude, dabei verstehen es Mastermind Claude Mignon und seine Begleitmusiker meisterlich, aus dem Vollen zu schöpfen.
    Bewertung: 12/15 Punkten


    Line-up Seven Reizh:
    Claude Mignon: Kompositionen/Arrangements, elektrische und akustische Gitarren, Klavier, Synthesizer, Lap Steel

    Gastmusiker:
    Marcel Aubé: Erhu
    Pelin Başar: Ney, türkische Stimme
    Éléonore Billy: Nyckelharpa
    Loïc Bléjan: Uilleann-Pfeifen
    Cyrille Bonneau: Duduk
    Olivier Carole: Bass
    Sébastien Charlier: Mundharmonika
    Shan Charriau: Bambusflöten
    Mathilde Chevrel: Cello
    Jonathan Dour: Violine
    Philippe Durand: Waldhorn
    Rosendo Gomez: Flamenco-Gitarre
    Ronan Hilaireau: Klavier
    Michel Hoffman: Oboe
    Régis Huiban: Akkordeon
    Vincent Lecomte: Bass, Trompete
    Bernard Le Dréau: Tenorsaxophon, Klarinette
    Ewan Le Gallic: Schottischer Dudelsackspieler
    Shane Lestideau: Violine
    Gurvan Mével: Schlagzeug, Percussion
    Gwenaël Mével: Tin and Low Whistles, Bombarbe
    Gwendal Mével: Querflöte
    François Pernel: Keltische Harfe
    Ying Rao: Guzheng
    Thierry Runarvot: Kontrabass
    Olivier Salmon: Elektrische und akustische Gitarren
    Gilles Sasongko: Violine
    Nadia Simon: Französische Stimme
    Laurent Sureau: Handpans
    Huong Thanh: Vietnamesische Stimme
    Stefanie Theobald: Stimme
    Mihai Trestian: Becken
    Alexis Vasiliev: Countertenor
    Xuan Vinh Phuoc: Dan Tranh
    Gleichstimmige Chöre „Stimmung“ und „Solfanelli“,
    vom Konservatorium Brest unter der Leitung von Cécile Le Métayer
    Xavier Aubert: Toningenieur

    Surftipps zu Seven Reizh:
    Homepage
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    Facebook Claude Mignon
    Last.fm
    Progarchives
    Wikipedia
    Bandcamp
    Apple Music
    YouTube
    Deezer
    Spotify

    Bildmaterial und Videos mit ausdrücklicher Genehmigung: Claude Mignon / Seven Reizh

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    Alexis Vasiliev Bambusflöte Bernard Le Dréau Bombarde Bretagne CD Camaret-sur-Mer Celtic Folk Claude Mignon Cyrille Bonneau Cécile Le Métayer Digital Duduk Erhu Ewan Le Gallic Folk Frankreich François Pernel Gilles Sasongko Gurvan Mével Guzheng Gwenaël Mével Gwendal Mével Gérard Le Dortz Handpan Huong Thanh Jonathan Dour Keltische Harfe Laurent Sureau Low Whistle Loïc Bléjan Marcel Aubé Mathilde Chevrel Mediabook Michel Hoffman Mihai Trestian Nadia Simon Nyckelharpa Olivier Carole Olivier Salmon Pelin Başar Philippe Durand Progressive Rock Querflöte Rock Ronan Hilaireau Rosendo Gomez Régis Huiban Seven Reizh Shan Charriau Shane Lestideau Solène Le Grand Stefanie Theobald Sébastien Charlier Thierry Runarvot Tin Whistle Vincent Lecomte Vinyl Waldhorn World Music Xavier Aubert Xuan Vinh Phuoc Ying Rao Yveline Adernot Éléonore Billy Đàn tranh
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    Horst-Werner Riedel

    Musik spielt seit jeher eine große Rolle für mich. Ursprünglich stand der Sammeltrieb und die Suche nach Neuem im Vordergrund. Erst 2005 eröffnete mir der engere Kontakt zu Gleichgesinnten die Möglichkeit einen intensiveren Blick in die Szene zu erhalten. So blieb es nicht aus, dann auch einmal meine Gedanken und Beobachtungen in Worte zu fassen. Aus dem Blickwinkel des kritischen Betrachters erhalten Konzerte und CD´s oftmals eine tiefergehende Bedeutung und Musik wird neu erlebt.

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