Loscil – Clara

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Loscil – Clara (Kranky, 28.05.21)(1:10:01, CD, Vinyl, Digital, Kranky, 2021)
Loscil ist das Pseudonym des kanadischen Künstlers Scott Morgan, unter dem er mit elektronischer Musik und ambienten Klängen experimentiert. Und experimentierfreudig geht es auch auf Loscils neuestem Werk zu, denn „Clara“ ist nicht etwa von Morgan selbst eingespielte oder erzeugte Musik, sondern die Verfremdung einer dreiminütigen Aufnahme eines 22-köfigen Streich-Orchesters. Aufgenommen auf einer lathe-cut Seven-Inch-Viyl, wurde der Tonträger zerkratzt und misshandelt, um der Aufnahme so Textur und Farbe hinzuzufügen. Das verschandelte Werk diente hernach als Quelle, aus der „Clara“ gesampelt, verwandelt und geformt worden ist.
Was beim Lesen nach künstlerischem Wahnsinn klingt, ist in seinem Ergebnis eines der schönsten Ambient-Alben der letzten Jahre geworden. Denn „Clara“ wirkt tiefenentspannend wie Ozeanrauschen und Walgesänge. Es entsteht ein Gefühl als würde man, den Strömungen ausgesetzt, unter der Oberfläche des Meeres treiben. Umgeben vom Tanz der Sonnenstrahlen, die von den Wellen gebrochen ein Stück aus Licht und Schatten aufführen. Magisch, hypnotisch und wie aus einer weit entrückten Welt.
Bewertung: 12/15 Punkte

Loscil – Clara (Kranky, 28.05.21)

Credit: Ben Didier

Tracklist:
1. ‚Lux‘ (5:41)
2. ‚Lumina‘ (6:13)
3. ‚Lucida‘ (5:45)
4. ‚Stella‘ (10:09)
5. ‚Vespera‘ (6:02)
6. ‚Sol‘ (5:05)
7. ‚Aura‘ (8:32)
8. ‚Flamma‘ (6:04)
9. ‚Orta‘ (7:19)
10. ‚Clara‘ (9:11)

Besetzung:
Scott Morgan

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Über den Autor

1978 in Traben-Trarbach geboren und seit 2014 in Köln ansässig bin ich noch immer ein echter Globetrotter. Ziehe ich gerade einmal nicht trampend und couchsurfend mit meiner Frau Inga durch die Welt, so arbeite ich als Sozialpädagoge in der Inklusionsbegleitung sowie in der Einzelfall- und Familienhilfe. Nebenberuflich bin ich als Stadtführer für Free Walk Cologne tätig. Außerdem nähen Inga und ich hin und wieder noch immer unsere Travelling Monkeys, handgefertigte Stoffaffen. Musikalisch in den 90ern sozialisiert, wuchs ich mit Grunge (Pearl Jam, Nirvana), Prog (Marillion, Dream Theater), Punk (Bad Religion, NoFX), Gothic Metal (Paradise Lost, My Dying Bride) und Crossover (Rage Against the Machine, Faith No More) auf. Für mich sind die letzten zehn Jahre musikalisch so ziemlich die spannensten, die ich bisher erlebt habe, da in dieser Zeit viele jener verschiedenen Stile musikalisch zusammengführt worden sind.

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von flohfish Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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