Alex’s Hand – Hungarian Spa

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(63:46, Gatefold CD/Digital, Eigenvertrieb, 2019)
Willkommen im ungarischen Spa! Das neueste Album der erfrischenden Weirdos von Alex’s Hand entführt die Zuhörenden bis in den letzten versteckten Winkel ihres verrückten Erholungsressorts. Wer gelegentlich Konzerte und Veranstaltungen von Charly Heidenreich verfolgt, kann sich eventuell schon einigermaßen denken, in welche Richtung es hier geht.

Hinter dem geschmackvoll gestalteten Cover von Jim Agpalza verstecken sich sechzehn Tracks voller Spielfreude, Abwechslung, Überraschungen und Freakshow. “Hungarian Spa” wurde von der zehnköpfigen Stammbelegschaft von Alex’s Hand sowie fünfzehn Gastmusikern eingespielt. Das Ergebnis ist ein wildes, bunt schillerndes Kaleidoskop aus Avant-Garde Jazz, Art Rock, und einer Menge wunderschönstem Wahnsinnns. Im Track ‘Symbioastic Manuvr’ kündigt die Band selbst es wie folgt an: “this is some kind of Jazz for experiencing number enthusiasm”.

Thematisch grasen Alex’s Hand auf ihrem neuesten Werk musikalische Einflüsse von mindestens acht Kontinenten ab und schaffen es immer wieder, diese Klänge in ihre avant-gardistisches Paket einzuwickeln. Was dann wieder aus der Packung springt, ist jedes Mal komplett neue, bizarr, und sehr schön.

Inhaltlich handelt es sich hierbei um ein Konzeptalbum, welches die Band verschiedenen Menschen gewidmet haben, die sie auf ihren Tourneen durch Europa kennen lernen durfte. Bei Titeln wie ‘Blisters on my Pee-Pee’ oder ‘Bobmarxley’ ist es offensichtlich, dass die Band sehr viel Spaß hat, wenn sie auf Reisen ist. Diese Freude wurde auch sehr geschickt musikalisch verpackt. Musik zum genauen Hinhören oder Klänge für ein geübtes Gehör kann man die virtuosen Arrangements von Alex’s Hand auf “Hungarian Spa” nennen. Für Fans von Charly Heidenreichs Galerie 03 definitiv ein Schmankerl. Auch wer auf Werke aus dem Hause Dûr et Doux, wie zum Beispiel ni steht, kann bei dieser CD nichts falsch machen. In den entspannteren und melodischeren Parts hat das ungarische Spa auch etwas von Karakorum, Welcome Inside the Brain, oder konsekutiv den Mothers of Invention.

Alex’s Hand haben mit “Hungarian Spa” eine bunte, vielseitige Freakshow hingelegt. Vom ruhigsten Thema über den kniffligsten Taktwechsel bis zum lautesten Schrei (im Song ‘New Skin’) ein brillantes Werk!
Bewertung: 12/15 Punkten (RG)

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Über den Autor

Raphael Lukas Genovese

Kontemporär in Würzburg ansässig. Irgendwo zwischen Punk, Psychedelic, Kraut, Wahnsinn und Jazz zuhause.

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Alex’s Hand – Hungarian Spa

von Raphael Lukas Genovese Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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