Simple Minds – New Gold Dream (81/82/83/84) (Deluxe Expanded Edition)

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New Gold Dream(46:09, 72:22, 2 CD, Universal, 1982/2016)
Nachdem letztes Jahr bereits das 1984er-Werk „Sparkle In The Rain“ in die diversen Versionen neu aufgelegt wurde, stand bei den Simple Minds jetzt „New Gold Dream“ von 1982 auf der Wiederveröffentlichungsliste. Wiederum werden diverse Formate angeboten, darunter eine 6 Disc-Deluxe-Box mit 5.1 Mix und eine Vinyl-Ausgabe. Zur Rezension liegt die 2CD-Version mit dem Originalalbum sowie diversen Remixes und Outakes vor. Ein erneutes Remastern für diese Veröffentlichungsreihe hat allerdings nicht stattgefunden.

„New Gold Dream (81/82/83/84)“ gilt bei Fans der Simple Minds bis heute als eines der besten Album der Band, mit ihm war der typische Sound der Schotten geboren. Die Wurzeln in New Wave und Punk wurden rückstandslos über Bord geworfen und durch einen gezielten Blick auf die Charts der Achtziger ersetzt. Wie man heute weiß, war das ein sehr erfolgreicher Stilwechsel. ‚Someone, Somewhere In Summertime‘ eröffnet „New Gold Dream“ als eine Stadion-Pop- und Rock-Hymne par excellence. Großes Schlagzeug, treibender Bass, Synths und große Gesten. Beim Rezensenten werden Erinnerungen an sommerliche Küstenstraßen in Südfrankreich wach. Es folgen weitere Klassiker wie ‚Promised You A Miracle‘, ‚Big Sleep‘, ‚Glittering Prize‘ und der Titelsong. Der Basslauf von Derek Forbes in ‚Big Sleep‘ war und bleibt ganz großes Kino. Auch das ebenfalls vom Bass dominierte subtile Instrumental ‚Somebody Up There Likes You‘ hat nichts von seinem Charme verloren.

Zwar waren die Simple Minds hiermit im Mainstream angekommen, aber trotzdem weit entfernt von Stangenware. Der Sound ist zudem gar nicht so weit von dem eines Peter Gabriel im gleichen Zeitraum entfernt. Auch auf die Frage, warum das Schlagzeug auf frühen Marillion-Alben so klingt wie es klingt, findet man hier eventuell eine Antwort. Trotz der Tatsache, dass diverse Radiosender alles dafür tun, damit man sich vor den Achtzigern mit Kruzifix und Knoblauchknollen schützen möchte – ein Album wie „New Gold Dream“ hört man sich immer wieder gerne an.

Die zweite CD mit den Extended Versions hätte man etwas abwechslungsreicher gestalten können. Vier Versionen von ‚Promised You A Miracle‘, drei davon sogar direkt hintereinander, muss man nicht unbedingt haben. Die lange Version von ‚Someone Somewhere In Summertime‘ hätte hingegen gut auf das Originalalbum gepasst. Die Versionen von ‚New Gold Dream‘ sind indes allesamt interessante Alternativen. Letztlich kann man sich ja seinen ganz persönlichen Lieblingsmix zusammenstellen.

Da es hier an und für sich keinen Prog zu hören gibt, soll keine Bewertung erfolgen. Das Klangbild des Neo-Prog allerdings mag von Bands wie den Simple Minds durchaus mit beeinflusst worden sein.
Ohne Bewertung

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Über den Autor

Dieter Hoffmann

Dass der Prog-Virus hoch infektiös ist, musste ich bereits in meiner frühen Kindheit erfahren. Während meine Schulfreunde noch sorglos Ilja Richters Disco mit The Sweet und den Bay City Rollers schauen konnten, hatte mich mein älterer Bruder bereits in den frühen Siebzigern mit ELP und Yes verkorkst. Mein erster Radiorekorder und die LP-Hitparade von SWF3 gaben mir mit Genesis und Eloy dann den Rest.

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von Dieter Hoffmann Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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