
Shoegaze • Blackgaze
(42:14; CD, Vinyl, Digital; Fat Dracula Records/Rough Trade; 10.04.2026)
Sugar Horse sind wütend. Ziemlich wütend. Und haben auch Gründe dafür: „Britain is a country defined – and governed – by corruption. Our leaders are bought and paid for by corporations both homegrown and foreign…“. Dementsprechend schonungslos offenbart sich das experimentelle Outfit aus Bristol – hier gibt es auf die Zwölf, beziehungsweise auf die Fresse, wobei wir wissen, für wen das bestimmt ist.
'Ex-Human Shield' und 'Secret Speech' sind zunächst wütende Statements im Blackgaze, bei welchen sich Sugar Horse beziehungsweise Sänger Ashley Tubb hinsichtlich entsprechender Scream-Attacken nicht zurückhalten. Andererseits sind da fast schon wave-poppige Avancen ('Fire Graphics'), die zwar nicht unbedingt versöhnen, wohl aber anzeigen, dass bei Sugar Horse eben alles möglich ist und man sich auch dezent kompromissbereit zeigt.
'History’s Biggest T-Shirt' startet mit einem wütend-manischen Mantra, entwickelt sich in seinen zehn Minuten aber zum sphärischen Shoegazer mit starkem Harmoniebedürfnis. 'Company Town' ist ein mächtiger Noise-Brocken mit Killing-Joke- und Big-Black-Twist, und 'You Can’t Say Dallas Doesn’t Love You' schafft es in seinen ebenfalls knapp zehn Minuten, noch einmal kompromissloses Industrial-Gelärme in einen chilligen Ausklang kippen zu lassen.
Bewertung: 12/15 Punkten
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Abbildungen: Sugar Horse/Bandcamp

