
(30:03; CD, Digital; Via Nocturna; 18.03.2026)
Źrenice (polnisch: Schüler) sind eine neue Band aus Polen, deren Grundstein im Jahr 2022 gelegt wurde. Mit Źrenice wollten Krzysztof K. Pomykała (Gitarre), Hubert "Huwer" Pomykała (Bass), Łukasz Hawryluk (Gitarre), und Maciej Ciupa (Schlagzeug) einen musikalischen Neuanfang wagen. Die vier Künstler hatten zuvor schon gemeinsam musiziert und brachen nun in ein neues Kapitel auf.
Den wohl wichtigsten Motivationsschub auf diesem Wege brachte Sängerin Kamila Kuś, die im Jahr 2024 mit ins Boot stieg. Noch im Folgejahr erschien die erste Single 'Endymion', die gleichzeitig als erste offizielle Ankündigung des Debütalbums "Śnienie" (polnisch: "Träumen") fungierte. Kurz vor Ende des ersten Quartals 2026 feiern Źrenice ihren Einstand mit dem halbstündigen Album, das beim polnischen Label Via Nocturna erscheint.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Zwisc
hen dem Intro 'Brama Lasu ...' (polnisch: Waldtor...) und dem Outro '... Lasu Skraj' (polnisch: Waldrand) begeht das Quintett eine fantastische Traumreise durch eine atemberaubende und dunkle Landschaft. Die Titel und Texte sind allesamt in der Muttersprache der Band gehalten. Sie handeln von Konfrontationen mit dem Selbst und von Auseinandersetzungen mit der eigenen Psyche. Die Wanderung durch den märchenhaften Wald findet also vorrangig im Inneren der Wandernden selbst statt. In sich gewandt und stets auf der Suche nach Erleuchtung begehen Źrenice mit Anmut diesen Pfad.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mit Zeremonienmeisterin Kamila Kuś am Gesang erschafft das Quintett einen eindrucksvollen und atmosphärischen Klang, der sich inklusive Anleihen aus Sludge, Post Rock und mystischem Folk vor allem in den Gefilden des Alternative und Post Metal abspielt. Ein schönes Easter Egg inmitten dieser naturnahen Traumreise ist auch die Hommage an die Post Metal Band Neurosis, die in Form eines Bassriffs im Lied 'Neuroza' implementiert wurde.
In Zusammenarbeit mit Krzysztof Godycki (Aufnahme, Studio Roslyn) und Haldor Grunberg (Mix und Master, Satanic Audio) ist hier ein wahrlich starkes Debütalbum gelungen. Lediglich der Übergang vom letzten Stück 'Sam' (polnisch: allein) ins Outro wirkt etwas abgehackt. Davon abgesehen aber ist "Śnienie" rund und in sich kohärent. Źrenice ist ein großartiger Einstand und ein starkes, atmosphärisches Album gelungen.
Bewertung: 12/15 Punkten
Surftipps zu Źrenice:
linktr.ee
bandcamp
YouTube
• Rezensionen, Liveberichte & Interviews
Das Pressematerial wurde uns mit freundlicher Unterstützung von Solid Rock PR zur Verfügung gestellt.

