Yagow – The Mess

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Yagow – The Mess (Crazysane Records, 18.06.21)

Credit: Daniel Fuchs & Manuel Wesely

(40:23, Vinyl, CD, Digital, Crazysane Records, 2021)
Wir schreiben das Jahr 2021. Der Klimawandel ist mit voller Wucht über Mitteleuropa hereingebrochen. Trockenheit und Dürreperioden sind nicht mehr nur die Ausnahme, sondern Dauerzustand. Die Endzeit ist über Westdeutschland hereingebrochen. Das Saarland ist zu einer Wüstenlandschaft geworden und Saarbrücken zu einer kargen Oase inmitten staubtrockener Weiten. Es ist ein Klima, in dem Kakteen besonders gut gedeihen; insbesondere die psychoaktive Lophophora williamsii, besser bekannt als Peyote. Und natürlich auch psyched3lische Musikgruppen. Inspieriert von den veränderten klimatischen Gegebenheiten entschließen sich Marc Schönwald (Schlagzeug, Perkussion), Kai Peifer (Bass) und Jan Werner (Gesang, Gitarre, Drones) mit ihrer Band Yagow halluzinogen anmutende Retro-Musik aufzunehmen.

So oder so ähnlich könnte man sich die Entstehungsgeschichte von „The Mess“ vorstellen. Denn das Saarbücker Trio wirft Musikrichtungen wie Desert, Doom und Stoner Rock sowie den Psychedelic Rock der 70er Jahre in einen Topf und kocht die Zutaten zu einer schmackhaften bewusstseinserweiternden Suppe auf. Verzerrte Gitarren und Gesang mit starkem Hall treffen auf sphärische Melodien und abgedrehte Synthie- bzw. Orgelsounds (Bram van Zuijlen). Es ist Musik, die den Geist schweben lässt, während der Körper geerdet auf dem Boden zurückbleibt. PsychSaardelic Rock sozusagen.

Musikalisch passiert auf „The Mess“ zwar nicht wirklich Neues, doch Yagow zelebrieren ihre Art von Musik auf eine authentische und und vor allem liebenswerte Art und Weise. Und so ist „The Mess“ wie ein Soundtrack für einen drogengeschwängerten Roadtrip durch die Wüste. Ganz nach dem Motto: Fear and Loathing in Saarbrooklyn.
Bewertung: 11/15 Punkte

Tracklist:
1. ‚The Mess‘ (5:56)
2. ‚Doomed To Fail‘ (4:28)
3. ‚Rise & Shine‘ (5:27)
4. ‚Bloom‘ (4:47)
5. ‚Tres Calaveras‘ (5:45)
6. ‚Eclectic Electric‘ (4:27)
7. ‚Getting Through – Is This Where the Magic Happens?‘ (9:33)

Besetzung:
Marc Schönwald (Schlagzeug, Perkussion)
Kai Peifer (Bass)
Jan Werner (Gesang, Gitarre, Drones)

Gastmusiker:
Bram van Zuijlen (Synthesizer, Orgel, Saloon Piano)

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Abbildungen: Alle Abbildungen wurden uns freundlicherweise von Crazysane Records zur Verfügung gestellt.

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Über den Autor

1978 in Traben-Trarbach geboren und seit 2014 in Köln ansässig bin ich noch immer ein echter Globetrotter. Ziehe ich gerade einmal nicht trampend und couchsurfend mit meiner Frau Inga durch die Welt, so arbeite ich als Sozialpädagoge in der Inklusionsbegleitung sowie in der Einzelfall- und Familienhilfe. Nebenberuflich bin ich als Stadtführer für Free Walk Cologne tätig. Außerdem nähen Inga und ich hin und wieder noch immer unsere Travelling Monkeys, handgefertigte Stoffaffen. Musikalisch in den 90ern sozialisiert, wuchs ich mit Grunge (Pearl Jam, Nirvana), Prog (Marillion, Dream Theater), Punk (Bad Religion, NoFX), Gothic Metal (Paradise Lost, My Dying Bride) und Crossover (Rage Against the Machine, Faith No More) auf. Für mich sind die letzten zehn Jahre musikalisch so ziemlich die spannensten, die ich bisher erlebt habe, da in dieser Zeit viele jener verschiedenen Stile musikalisch zusammengführt worden sind.

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Yagow – The Mess

von flohfish Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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