Ixion – L’adieu aux etoiles

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Ixion - L'adieu aux etoiles (28978/Finisterian Dead End, 9.10.20)(38:14, Vinyl, CD, Digital, 28978Productions/Finisterian Dead End, 2020)
Die beiden Franzosen Julien Prat und Yannick Dilly haben sich drei Jahre nach ihrem Album „Return“ erneut zusammengefunden, um stilechten Atmosphärischen Doom Metal zu zelebrieren und sich mit „L’adieu aux étoiles“ von den Sternen zu verabschieden.

Dabei ist Julien Prat federführend für die gesamte Instrumentierung verantwortlich, während Yannick Dilly sich alleine dem Gesang zugewendet hat. Mal packt er wüste und tiefe Growls aus, mal weilt er im cleanen, melodischen Gesang, was einen deutlichen Pluspunkt in der Musik der Band darstellt.

Ixion klingen auch auf ihrem neuen Album schwer atmosphärisch, melancholisch und setzen weiterhin massiv auf elektronische Einschübe. So eröffnet sich mit dem Opener ‚Stellar Crown‘ ein erster Vergleich mit Bands wie z.B. Samael. Beim flächigen, mit Beiträgen eines synthetischen Cello-Ensembles durchzogenen ‚Havoc‘ kommen dem geneigten Melancholiker – eventuell auch durch die Gesangslinien – die Dunkelmetaller von Katatonia in den Sinn.

Die Melodien sind recht „klassisch“ für diese Art Musik und heben sich deutlich hervor. Leider sind die Synth-Leads oftmals sehr dominant (‚The Great Achievement‘) und auch Chöre oder Streicher machen keinen Hehl daraus, dass sie aus der Dose stammen. Bei ‚Progeny‘ ist das allerdings nicht wirklich schlimm, denn man fühlt sich gerade bei diesem Song schwer an die 80er Elektronik-Heroen um J.M. Jarre und Co. erinnert.

Gegen Ende von „L’adieu aux etoiles“ werfen Ixion nochmal alles in die Waagschale und liefern mit ‚Pulsing Worlds‘ und dem wunderschönen ‚Farewell‘ ein paar Alcest-Verweise ab. Beide Songs sind klare Anspieltipps!

Ixion machen auch auf ihrem vierten Album nicht viel falsch und liefern gutklassigen Atmosphärischen Doom Metal mit leider etwas zu sterilen Synthiesounds ab. Im Mittelteil fällt die Formkurve leicht ab, aber zum Ende hin gibt es nochmal eine starke Packung Emotionen. Für Fans dieser Art von Musik empfehlenswert.
Bewertung: 10/15 Punkten (MBü 10, KR 11)

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Über den Autor

Geschmacklich bin ich eigentlich schlecht in irgendeine Schublade einzuordnen. Ich mag sehr viele verschieden Arten von Musik, solange sie für mich einen gewissen Anspruch hat, mich interessiert, fesselt und vor allem berührt.

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Ixion – L’adieu aux etoiles

von Michael Büttgen Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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