Solar Moon – Blackbook

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(61:07, CD, MIG Music, 2018)
Ursprünglich stammen die Musiker von Solar Moon (vormals Solar Moon System) aus dem Kölner Raum, sie starteten bereits in den 90ern mit ihrer Zusammenarbeit. Mittlerweile hat es einen Teil von ihnen in ganz andere Gegenden verschlagen.
Das Trio besteht aus:

Tom Dams – keyboards / programming / engineering / mix / miscellaneous / vox
George Solar – beats / samples / synbass / wavedrum / percussion / additional keyboards / sofa compatibility control
Razoof – drums / percussion / field recordings / samples / additional keyboards / programming.

Dazu treten allerhand Gäste an: Neben Titz sind dies diverse SängerInnen mit JenniferJenSchwed, Don Abi (vocodered vocals), Georgia Lopez, Sarah Winton, Simone Reifegerste, The Germaniacs, The Shevettes Gospel Choir. Dazu noch Philip V. Rothkirch (Moog Synthesizer) und Anousheh (Ney flute).

Die Songs entstammen unterschiedlichen Stadien ihrer Zusammenarbeit. Der älteste Song auf diesem Album ist von 1998, der aktuellste stammt aus dem Jahr 2017.

Es geht gleich mal ganz entspannt mit Smooth Jazz Meets Ambient los. Bedächtige Beats und die im Mittelpunkt stehende Trompete von Gast Christoph Titz bilden das Grundgerüst, doch nach gerade mal knapp 2 Minuten ist der Opener auch schon vorbei. Es folgt ein Song, auf dem Jen ihre Texte vorträgt, ebenfalls unterlegt mit sanften Beats. Die Musiker bringen übrigens auch viel Erfahrung als DJs mit, was hier auch stellenweise einfließt.

Besondere Erwähnung verdient der vierte Titel auf “Blackbook“, nämlich das wunderschöne, neun-minütige ‘Unmask‘, das eine betörend entspannte Stimmung transportiert, dabei mit sehr angenehmem Gesang unterlegt ist und auf ganzer Strecke gut unterhält. Daran schließt sich die einzige Live-Aufnahme auf dieser CD an, nämlich das 9 ½-minütige ‘Sugar Mode‘, eine Zusammenarbeit von Solar Moon mit dem legendären Klaus Schulze. Hier von Solar Moon zusammen mit Trompeter Titz im Schillertheater in Berlin vorgestellt.

Angenehme Ambient/Trance/Lounge/Downtempo Musik, die mit Prog allerdings rein gar nichts zu tun hat. Gelegentlich mag es an Milchbar bzw. Blank & Jones erinnern. Und großartig, dass einer der Musiker für die Sofakompatibilität verantwortlich ist.

Am Ende horcht man dann noch mal kurz auf …. Moment mal, das kennt man doch?! Neulich noch gehört? Ach nein, das war “Sexy Maserati“ in einer Folge des sehr empfehlenswerten Tatortreinigers (von DEM demnächst mehr in diesem Kino; d. Schlussred.). Nein, klar … Das ist Supermax. Kurt Hauensteins’ Klassiker ‘Love Machine‘. Wie gesagt, kein Prog… Kann aber ja trotzdem reizvoll sein.
Bewertung: 9/15 Punkten (JM 9, KR 8)

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Solar Moon – Blackbook

von Juergen Meurer Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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