Hathors – Panem Et Circenses

0

(46:57, CD, Noisolution/Soulfood, 2017)
Hathors ist ein Trio aus dem schweizerischen Winterthur.  Zwei Jahre nach „Brainwash“ hat die Band jetzt ihr drittes Album herausgebracht: „Panem Et Circenses“, lateinisch für „Brot und Spiele“. Der Titel verweist auf die Strategien, die in der Politik angewendet werden, um das Volk von Problemen abzulenken, und damit auch auf unsere Konsumgesellschaft.

Das Album beginnt mit einem wahren Ohrwurm: ‚Watching You‘ ist zunächst ein sanfter, prägnanter Song, steigert dann die Spannung und wird erst in der Mitte ausladend. Diesem Schema folgt unter anderem auch ‚Lucifer‘. Der Gesang von Marc Bouffé im Gegensatz zu den vorherigen Veröffentlichungen zurückhaltender, aber ohne ruhig zu sein: Zwar gibt es weniger punkiges Geschrei, trotzdem wird er ganz schön laut. Der zweite Titel, ‚Pyramid‘, kommt leicht bekömmlich im Foo-Fighters-Gewand daher und verbreitet eine Indie-Grunge-Atmosphäre.

Mit dem Titelsong ‚Panem Et Circenses‘ haben wir den obligatorischen melancholischen Titel, der im späteren Verlauf an Tempo gewinnt. Songs wie ‚Monopoly‘ und ‚Dull Steed Laughter‘ sorgen allerdings für die punkig, freche Manier, die natürlich bei einer Band wie Hathors nicht zu kurz kommen darf.

Vom ersten bis zum letzten Song ist „Panem Et Circenses“ ein Album, bei dem jeder Alternative-Rock-Liebhaber auf seine Kosten kommt. Hathors ist es gelungen, ein stimmiges Werk zu produzieren, das insgesamt gefestigter wirkt als die beiden Vorgänger. „Panem Et Circenses“ hat großen Unterhaltungswert. Von April bis Juli gibt es einige Möglichkeiten, die Band live zu erleben.
Bewertung: 11/15 Punkten (KR 11, DW 11)

Surftipps zu Hathors:
Homepage
Facebook
Twitter
Bandcamp
Instagram
YouTube
Spotify

Print Friendly, PDF & Email
Teilen.

Über den Autor

Antworten

Hathors – Panem Et Circenses

von Deborah Wisskirchen Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
0