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    Du bist hier:Home»Reviews»Placebo - Meds (Vinyl-Reissue)

    Placebo - Meds (Vinyl-Reissue)

    0
    By Daaty on 3. Mai 2016 Reviews

    (47:58; LP, Elevator Lady Ltd./Universal Music, 2006/2016)
    Anfang April wurde "Meds", das fünfte Studioalbum von Placebo, auf Vinyl wiederveröffentlicht. Im Handel sind Versionen in pinkem und schwarzem Vinyl erhältlich. Da die Band nach diesem Album das Label wechselte, bleibt es wohl das letzte in der Reihe dieser Wiederveröffentlichungen.

    Auf "Meds" verfolgten Brian Molko, Stefan Olsdal und letztmalig Steve Hewitt den Weg des Vorgängeralbums "Sleeping with Ghosts" weiter. Auch "Meds" hat eine deutlich hörbare elektronische Komponente, die an manchen Stellen an späte Alben von Depeche Mode erinnert. Darüber hinaus kommen bei den Songs 'Space Monkey', 'Pierrot the Clown' und 'Song to say goodbye' Streicher zum Einsatz. An den Reglern saßen Flood (U2, Depeche Mode, Smashing Pumpkins), bzw. bei 'Because I want you' Dave Bascombe (Tears For Fears, Depeche Mode, ABC). Dazu gibt es bei den Titeln 'Meds' und 'Broken Promise' mit Alison Mosshart (The Kills) und Michael Stipe (R.E.M.) prominente Gäste am Mikrofon. Bei der Produktion wurde also jede Menge Aufwand betrieben. Das Ergebnis war ein massentaugliches Album mit amtlichem Sound, dem allerdings in kompositorischer Hinsicht eine gewisse Beliebigkeit innewohnt.

    Der starke eröffnende Titelsong legt in seiner rauen Direktheit eine falsche Fährte. Es folgt eine Reihe von Stücken, die eher durch ihr Arrangement denn durch ihre Qualität als Songs auffallen. Die Handschrift von Flood ist allgegenwärtig. Auf der zweiten LP-Seite stechen das sentimentale 'Pierrot the Clown' und insbesondere das von bitterem Sarkasmus durchzogene 'In the cold Light of Morning' heraus. Mit Textzeilen wie "Staring back from the mirror's a face that you don't recognize. It's a loser, a sinner, a cock in a dildo's disguise" bekam man seinerzeit auf besonders zynische Weise den begehrten Explicit Stamp - alleine dieser Song ist den Kauf des Albums wert.

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    Zusammenfassend kann man sagen, dass "Meds" für Vinyl-affine Placebo-Fans sicher lohnt. Im Vergleich zu älteren Alben verdeckt allerdings die aufwändige Produktion die eine oder andere Schwäche. Die BetreutesProggen.de-Zielgruppe wird aus "Meds" kaum Prog-relevante pharmazeutische Inhaltsstoffe filtern können, den Musikgeschmack betreffend sollte man also etwas breiter aufgestellt sein. Alles in allem kein schlechtes Album, mit einigen Durchhängern und dem herausragenden Hightlight 'In The Cold Light Of Morning'.
    Ohne Bewertung

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    Alison Mosshart Alternative Brian Molko Dave Bascombe Elektronik England Flood Michael Stipe Placebo R.E.M. Reissue Stefan Olsdal Steve Hewitt Streicher The Kills Universal Music Vinyl coloured Vinyl
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    Daaty

    Dass der Prog-Virus hoch infektiös ist, musste ich bereits in meiner frühen Kindheit erfahren. Während meine Schulfreunde noch sorglos Ilja Richters Disco mit The Sweet und den Bay City Rollers schauen konnten, hatte mich mein älterer Bruder bereits in den frühen Siebzigern mit ELP und Yes verkorkst. Mein erster Radiorekorder und die LP-Hitparade von SWF3 gaben mir mit Genesis und Eloy dann den Rest.

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