Indie Rock • Alternative Pop
(41:33; Vinyl, CD, Digital; Apollon Records; 16.10.2026)
Ja, mal ein Konzept-Album der etwas anderen Sorte. Die Norweger (auferstanden aus der Asche von Sister Sonny, die witzigerweise auch hier noch im Regal stehen), Musiker etwas älteren Semesters, aufgewachsen mit Filmen, TV-Serien und generell amerikanischen Kultureinflüssen, haben es sich zur Aufgabe gemacht, jedem Song innerhalb des Titels einem US-Bundesstaat zuzuordnen.
Strange, aber natürlich auch mit 'nem Hauch Augenzwinkern schippern und rocken die drei Norweger durch gut abgehängten Indie Rock, der auch Folk, Blues, Alternative Rock und melancholischen Singer-/Songwriter-Pop als Einflüsse im entspannten Bandsound zulässt. Mehrstimmige Vocals, entspannte sommerliche Hooks, chillige Orgeln und 60's-Pop-Einflüsse machen die Chose zu einem gut geölten Farbklecks für zwischendurch. Ob Wilco, Grandaddy, The Jayhawks oder Turin Brakes, irgendwo da in der Mitte schwimmen The Demonstration Tapes mit viel Spaß an sonnendurchfluteten Melodien.
Wenn man um die konzeptionelle Tinktur weiß, ergeben Songs wie 'Arkansas Snapshot' noch mehr Sinn, fließt der Sound auf unspektakuläre Weise wie in einem Road Movie durch die Lande und die Bilder verschwimmen auf harmonische Weise. 'Clean Cut Connecticut' oder 'Georgia, I Love You' sind herrlich mit Pop und Romantik aufgeladen, wissen mit feinen Harmony-Vocals und Synth-Tupfern schön die Ohren zu verkleben.
Alles irgendwie mit frechem Augenzwinkern musiziert, haben die Songs gehörig Charme, ab und zu einen feinen Hauch Melancholie, nette Melodien, und man ertappt sich öfter beim Mitsummen. Das gewählte US-Konzept geht mit "Second Attentment" zum zweiten Mal über Album-Länge auf, werden durchgehend Road-Movie-affine Stimmungsbilder für die Fahrt durch die amerikanische Weite suggeriert. Nette Platte der Norweger.Bewertung: 10/15 Punkten
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Alle Abbildungen wurden uns freundlicherweise von Apollon Records zur Verfügung gestellt.



