
Stoner Rock • Sludge
(43:08; Vinyl, CD, Digital, Octopus Rising/Argonauta Records; 27.03.2026)
Es begab sich im letzten Abschnitt des Kalenderjahres 2022, dass drei Musiker aus Griechenland viel Freude bei einer gemeinsamen Jam-Session empfanden. Namentlich waren es Terry Moros (Schlagzeug, ex-Crystal Clear, ex-InnerWish) sowie die beiden Doomster von Sorrow Path, Stavros Giannakos (Bass) und Angel Ioannidis (Gitarre und Gesang). Die gemeinsame Liebe zu behäbigen Rhythmen, mächtigem Fuzz-Effekt und staubigen Riffs ließ den Funken überspringen, und die drei Athener gründeten eine Band. Noch im Folgejahr erschien die selbstbetitelte Debüt-EP, und weitere 370 Tage später veröffentlichten Fuzzing Nation ihre zweite EP "Into The Desert". Der nächste Meilenstein der Bandhistorie ist nun der erste richtige Langspieler, nämlich das Konzeptalbum "Mothertruck".
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Das Cover-Artwork erinnert sehr an die Mad-Max-Filme und verrät damit direkt einige Inhalte des Konzepts von "Mothertruck". Das Album beschreibt eine Reise durch eine postapokalyptische Wüstenlandschaft. Dementsprechend laut, wild, kompromisslos und staubtrocken geht es auf dem Album von Fuzzing Nation zur Sache. Stoner und Desert Rock der schwergewichtigen Gangart schwappen gelegentlich in Richtung Sludge über oder entladen sich in Punk-Gewittern. Rauchiger Gesang, behäbige musikalische Themen und stoische Rhythmen treiben die Geschichte voran.
Die Highlights von "Mothertruck" sind vor allem in der Mitte des Albums verortet. So fällt 'The Elder's Code' mit abwechslungsreicher Rhythmik auf, und 'I Don't Believe' sticht durch seine Geschwindigkeit heraus. Von hier auf einen parabolischen Spannungsbogen zu schließen, wäre allerdings verkehrt, denn Fuzzing Nation dümpeln hier insgesamt knapp eine Dreiviertelstunde lang zwischen Felsen, Sand, Kakteen und Belanglosigkeit hin und her. Alles auf "Mothertruck" klingt sehr bekannt und schon mal gehört. Fuzzing Nation nennen Fu Manchu und Kyuss als zwei ihrer hauptsächlichen Einflüsse – und das hört man auf "Mothertruck" sehr deutlich. Nicht, dass dies grundsätzlich etwas Schlechtes wäre; jedoch erscheint "Mothertruck" vorrangig wie ein lauwarmer Aufguss bekannter Stoner-Rock-Releases. Man kann mit "Mothertruck" viel Freude haben, aber leider fehlt es hier an Eigenständigkeit und innovativen Elementen.
Bewertung: 5/15 Punkten
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Das Pressematerial wurde uns mit freundlicher Unterstützung von Grand Sounds PR zur Verfügung gestellt.


