Kraut Rock • Synth Rock • Post Rock • Experimental
(47:08; Vinyl, CD, Digital; Pelagic Records; 27.02.2026)
So schnell wird aus einer gemeinsamen Kollaboration ein Langzeit-Projekt. Dahm Majuri Cipolla (MONO) und RetoMäder (SUM OF R) gehen bereits in die dritte Runde. Fette Synths, treibende Beats und Grooves – Krautrock in modern – ambiente Sound-Flächen, etwas Post Rock und dies alles mit stoisch hypnotischer Power.
Ein Track wie 'Contortion' wirkt monumental, die beiden Opening-Tracks marschieren im vollen Krautrock-Flow mit dichten Synth-Konturen und dick aufgetragenen Sound-Spuren. Das ist konfrontativ, geht direkt ins Eingemachte und so macht das Album auch gleich richtig Laune.
Trippiger und vertrackter kommt 'Downed' daher, hat schon eher was vom alten Warp-Label Sound der frühen 90s – wieso auch nicht – Autechre und melodiöse Aphex Twin kommen auch heute noch zeitlos und qualitativ unangefochten daher. Hypnotisch, monoton mit dicken Bässen und verschachtelter Rhythmik klingt man experimentell ohne in überfordernde Avantgardismen zu verfallen. Alles bleibt zugänglich, dicht und melodiös.
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Auch 'Chalk' marschiert unberührt, klingt grau und trist, vollführt strange Tribal-Sound Modulationen – spannende Bass-Figuren und Monotonie lassen auch hier den Sogmoment zu.
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Psychedelic trifft Wave im schleppenden 'What Happened To Gene' – fiebrige Synths und eingängige Vocals platzieren surreale Nachtfahrten vorm geistigen Auge. Es braucht manchmal nicht viel, zieht man einfach mal konsequent einen melodischen Strang und Rhythmus komplett monoton bis über die Ziellinie.
'Sister' hat auch wieder dieses verschroben Unkonventionelle – vorsichtig schleifende Drones sowie atmosphärische Post-Rock-Manierismen mühen sich langsam und stetig in ein vorsichtig rauschendes Crescendo, bevor sie wieder behutsam im Fade Out verblühen.
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Trippy und dark groovt 'Parallel Tracks' mit lässigen Drum-Moves, Noir-Sequenzen und fiebrig-monotonen Synth-Loops bis es lauter, kathartischer Richtung Ende brummt und kippt. Die beiden haben Lust auf organische Beats, prickelnden Bässen, hypnotischem Rock – Percussions, die mit lässiger Verspieltheit Electronica und allerhand kreativ-experimentelle Sounds hinzuaddieren.
70's Elektronik, kosmischer Flow findet sich im nach vorne treibenden 'Patterns' zuhauf – meditative, sehr deepe Schleifen erzeugen ein wirres Flimmern vor dem Auge ('Müll Schrott Dose'), während der Abschluss 'Obaachan Bingo' mit fast sieben Minuten nochmal wilde TV-Samples-/Industrial-/Percussion-Abfahrten zum Besten gibt.
Spielerisch, jederzeit atmosphärisch wirkt all das nachhaltig mit maximaler Lässigkeit und Freude am experimentieren. Kein so typisches Pelagic-Release – muss ja auch nicht, weil Spass macht's trotzdem mit "Gomi Kuzu Can".
Bewertung: 11/15 Punkten
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Alle Abbildungen wurden uns freundlicherweise von Pelagic Records zur Verfügung gestellt.

