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    Du bist hier:Home»Reviews»Nad Sylvan - Monumentata

    Nad Sylvan - Monumentata

    0
    By flohfish on 27. August 2025 Reviews

    Nad Sylvan - Monumentata (InsideOut/Sony Music, 20.06.2025)
    (45:44; Vinyl, CD, Digital, InsideOut/Sony Music, 20.06.2025)
    Schwarzweiß, kein Kostüm, keine Schminke: Auf dem Cover von "Monumentata" blickt uns Nad Sylvan so direkt an wie nie zuvor – durch die Maschen eines Tennisschlägers. Ein merkwürdiges, fast rätselhaftes Bild, das jedoch den Kern des Albums spiegelt. Denn hier geht es nicht mehr um Maskerade oder Mythos, sondern um Herkunft, Familie und Identität. Vor allem die Beziehung zu seinem Vater, einem Tennisspieler mit schottisch-ungarischen Wurzeln, prägt dieses Werk. Das Suffix "Tata" im Albumtitel – ungarisch für „Vater“ – ist dabei kein Beiwerk, sondern eine klare Widmung.

    Und so klingt das Album auch: "Monumentata" ist kein Konzeptalbum, sondern ein sehr persönlicher Seelenstriptease. Sylvan fischt tief in seinem Innersten, greift nach den feinen Fäden seiner Vergangenheit und spinnt daraus acht Lieder – verletzlich, ehrlich und doch mit einem Schuss Groove. Zwischen klassischem Prog Rock, folkigen Anklängen, jazzigen Grooves und einem Hauch 60er-Nostalgie entwickelt sich ein facettenreiches Klangbild. 'Secret Lover' eröffnet mit fettem Groove und wunderbaren Gesangsharmonien das Tor zu Sylvans ungeschöntem Innersten.

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    Der Retro-Progger 'That’s Not Me' bäumt sich mit wuchtigen Basslinien von Tony Levin auf. 'Monte Carlo Priceless' erinnert anfangs mit zarter Sanftheit sowohl an Peter Gabriel und die frühen Genesis, überrascht im Folgenden aber mit einem spannenden und unvorhersehbaren Songaufbau. 'Flowerland' versprüht federleichte Funkyness mit warmen progressiven Untertönen, 'Wildfire' bleibt v. a. wegen seines Bassounds und Keyboardsolos in Erinnerung. 'Make Somebody Proud' ist vielleicht das unkonventionellste und experimentierfreudigste Stück des Albums, das zudem durch mehrstimmigen Backgroundgesang auffällt und mit einem Solo des Gitarristen David Kollar begeistert. 'I'm Stepping Out' hingegen hat stimmungstechnisch etwas von Jahrmarkt, Cabaret und Kleinkunsttheater, wie ich es ansonsten nur von The Dear Hunter oder Major Parkinson kenne.

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    Dass Nad Sylvan fast alle Instrumente selbst eingespielt hat, verleiht dem Album eine intime, fast kammermusikalische Note. Nur vereinzelt steuern Gäste wie Jonas Reingold, Marco Minnemann oder Randy McStine zusätzliche Farben bei – dezent, nie dominant.

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    Der Titelsong 'Monumentata' schließlich ist das ruhige Herzstück: eine Ballade, durchtränkt von Nachdenklichkeit, die wie ein musikalisches Denkmal für Verlust und Erinnerung steht. Ein stiller Abschluss, der mehr sagt als jedes Pathos.
    Bewertung: 10/15 Punkten



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    Weitere Informationen

    Nad Sylvan - Monumentata (InsideOut/Sony Music, 20.06.2025)
    Credit: Diana Seifert

    Besetzung
    Nad Sylvan – lead & backing vocals, keyboards, electric & acoustic guitar, bass guitar

    Gastmusiker:
    Tony Levin – Bass guitar
    Randy McStine – Guitar
    Nick Beggs – Bass guitar
    Jonas Reingold – Bass guitar
    Lalle Larsson - Synthesizer
    Mirko De Maio – Drums
    Joe Deninzon - Violin
    Marco Minneman – Drums
    Felix Lehrmann - Drums
    David Kollar - Electric guitar
    Sheona Urquhart – Backing Vocals
    Jade Ell – Backing Vocals
    Neil Whitford - Electric guitar

    Surftipps zu Nad Sylvan:
    Homepage
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    Instagram
    YouTube
    AppleMusic

    Rezensionen:
    "Spiritus Mundi" (2021)
    "The Regal Bastard" (2019)
    "The Bride Said No" (2017)
    "Courting The Widow" (2015)

    Alle Abbildungen wurden uns freundlicherweise von Oktober Promotion zur Verfügung gestellt.

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    CD Digital Dávid Kóllar Felix Lehrmann InsideOut Music Jade Ell Joe Deninzon Jonas Reingold Lalle Larsson Marco Minneman Mirko De Maio Nad Sylvan Neil Whitford Nick Beggs Randy McStine Schweden Sheona Urquhart Sony Music Tony Levin Vinyl
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    flohfish
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    1978 in Traben-Trarbach geboren und seit 2014 in Köln ansässig bin ich noch immer ein echter Globetrotter. Ziehe ich gerade einmal nicht trampend und couchsurfend mit meiner Frau Inga durch die Welt, so arbeite ich als Sozialpädagoge in der Inklusionsbegleitung sowie in der Einzelfall- und Familienhilfe. Nebenberuflich bin ich als Stadtführer für Free Walk Cologne tätig. Außerdem nähen Inga und ich hin und wieder noch immer unsere Travelling Monkeys, handgefertigte Stoffaffen. Musikalisch in den 90ern sozialisiert, wuchs ich mit Grunge (Pearl Jam, Nirvana), Prog (Marillion, Dream Theater), Punk (Bad Religion, NoFX), Gothic Metal (Paradise Lost, My Dying Bride) und Crossover (Rage Against the Machine, Faith No More) auf. Für mich sind die letzten zehn Jahre musikalisch so ziemlich die spannensten, die ich bisher erlebt habe, da in dieser Zeit viele jener verschiedenen Stile musikalisch zusammengführt worden sind.

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