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    Du bist hier:Home»Reviews»The Mars Volta - Lucro Sucio; Los Ojos Del Vacío

    The Mars Volta - Lucro Sucio; Los Ojos Del Vacío

    0
    By flohfish on 26. April 2025 Reviews

    The Mars Volta - Lucro Sucio; Los Ojos Del Vacío (Clouds Hill, 11.04.2025)(49:36; Vinyl (2LP), CD, Digital; Clouds Hill, 11.04.2025)
    Vor drei Jahren war es endlich so weit: Mit ihrem selbstbetitelten Album beendeten The Mars Volta einen zehnjährigen Hiatus und das lange Warten ihrer Fans auf neue Musik. "The Mars Volta" allerdings bedeutete für viele eine böse Überraschung, denn mit ihrem siebten Album waren The Mars Volta, wie man sie kannte, verschwunden. Vorbei waren die Zeiten des hyperaktiven Wahnsinns, denn anstatt mit einem wahnwitzigen Crossover aus Post Hardcore, Psychedelic, Prog und lateinamerikanischen Rhythmen sah man sich plötzlich mit einem "weichgespülten" Art-Pop-Album konfrontiert. Es war eine Entwicklung, die in der Wahrnehmung mancher Fans extremer war als jene von der Vorgängerband At The Drive-In hin zu The Mars Voltas Debüt "De-Loused In The Comatorium" und von einigen nicht mitgegangen werden konnte.

    Und doch war "The Mars Volta" ein logischer Schritt – wenn auch in dieser Form unerwartet –, denn musikalischer Progress lag schon immer in der Natur von Cedric Bixler-Zavala und Omar Rodriguez-Lopez.

    Dementsprechend schlagen die beiden Musiker auch mit dem wie aus dem Nichts erschienenen "Lucro Sucio; Los Ojos Del Vacío" ein neues musikalisches Kapitel in der Bandgeschichte von The Mars Volta auf. Es ist ein Album, dessen stilistische Ausrichtung im Vorfeld seiner Veröffentlichung kaum zu erahnen gewesen war: So knüpfen The Mars Volta mit "Lucro Sucio; Los Ojos Del Vacío" zwar an den Wahnsinn der frühen Jahre an, drücken diesen allerdings mit anderen Mitteln aus, indem sie ihn über den Art-Pop-Ansatz des letzten Albums legen – mit dem Ergebnis, dass "Lucro Sucio; Los Ojos Del Vacío" viel fragmentierter wirkt als das sehr songorientierte "The Mars Volta". Dank fließender Übergänge und schwebender Interludes bilden die einzelnen Fragmente dieser Platte dennoch eine konzeptionelle Einheit, die man am besten als Gesamtwerk genießen und betrachten sollte.

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    Dass The Mars Volta mit "Lucro Sucio; Los Ojos Del Vacío" wohl endgültig ihre Post-Hardcore-Wurzeln hinter sich gelassen haben, dürfte dabei nicht nach jedermanns Geschmack sein. Denn im Gegensatz zum musikalischen Wahnsinn sind der Biss und das Gift, die charakteristisch für die frühen Alben von The Mars Volta waren, nicht wieder zurückgekehrt.

    Trotz aller Poplastigkeit muss man Cedric Bixler-Zavala und Omar Rodriguez-Lopez zugestehen, dass sie mit "Lucro Sucio; Los Ojos Del Vacío" ein sehr progressives Werk erschaffen haben, mit dem sie den eigenen Bandsound konsequent weiterentwickelt haben, indem sie Art Pop, Latin Music und Psychedelic, aber auch fette Riffs zu etwas ganz Neuem zusammengeführt haben. Einem genreübergreifenden Kunstwerk in Lo-Fi, das den vom Post-Hardcore bereinigten Wahnsinn der frühen The Mars Volta mit floyd'scher Atmosphäre, Jazz, Electronica und Elementen der Solowerke von Peter Hammill, Peter Gabriel und auch Phil Collins verbindet.
    Bewertung: 13/15 Punkten

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    Weitere Informationen

    Besetzung:
    Omar Rodríguez-López – guitar
    Cedric Bixler-Zavala – vocals
    Marcel Rodríguez-López – keyboards, percussion
    Linda-Philomène Tsoungui – drums
    Leo Genovese – keyboards, saxophone
    Josh Moreau – bass guitar

    Gastmusiker:
    Daniel Diaz – percussion
    Eva Gardner – bass guitar
    Willy Rodriguez Quiñones – drums

    Diskografie (Studioalben):
    "De-Loused In The Comatorium" (2003)
    "Frances The Mute" (2005)
    "Amputechture" (2006)
    "The Bedlam In Goliath" (2008)
    "Octahedron" (2009)
    "Noctourniquet" (2012)
    "The Mars Volta" (2022)
    "Qué Dios Te Maldiga Mí Corazón" (2023)
    "Lucro Sucio; Los Ojos Del Vacío" (2025)

    Surftipps zu The Mars Volta:
    Homepage
    Facebook
    Instagram
    Bandcamp
    Soundcloud
    YouTube
    Spotify
    Apple Music
    Discogs
    Wikipedia
    Rezensionen:
    "Qué Dios Te Maldiga Mí Corazón" (2023)
    "The Mars Volta" (2022)
    "Noctourniquet" (2012)
    "Octahedron" (2009)
    "The Bedlam In Goliath" (2007)
    "Amputechture" (2006)
    "Scabdates" (2005)
    "Frances The Mute" (2005)
    "De-Loused In The Comatorium" (2003)
    Liveberichte:
    14.06.23, Antwerpen (BE), Openluchttheater Rivierenhof

    Alle Abbildungen: The Mars Volta

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    Art Pop CD Cedric Bixler-Zavala Clouds Hill Daniel Diaz Digital Download El Paso Eva Gardner Jazz Josh Moreau Latin Rock Leo Genovese Linda-Philomène Tsoungui Lo-Fi Marcel Rodríguez-López Omar Rodríguez-López Progressive Rock Psychedelic Puerto Rico Texas The Mars Volta USA Vinyl Willy Rodriguez Quiñones
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    flohfish
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    1978 in Traben-Trarbach geboren und seit 2014 in Köln ansässig bin ich noch immer ein echter Globetrotter. Ziehe ich gerade einmal nicht trampend und couchsurfend mit meiner Frau Inga durch die Welt, so arbeite ich als Sozialpädagoge in der Inklusionsbegleitung sowie in der Einzelfall- und Familienhilfe. Nebenberuflich bin ich als Stadtführer für Free Walk Cologne tätig. Außerdem nähen Inga und ich hin und wieder noch immer unsere Travelling Monkeys, handgefertigte Stoffaffen. Musikalisch in den 90ern sozialisiert, wuchs ich mit Grunge (Pearl Jam, Nirvana), Prog (Marillion, Dream Theater), Punk (Bad Religion, NoFX), Gothic Metal (Paradise Lost, My Dying Bride) und Crossover (Rage Against the Machine, Faith No More) auf. Für mich sind die letzten zehn Jahre musikalisch so ziemlich die spannensten, die ich bisher erlebt habe, da in dieser Zeit viele jener verschiedenen Stile musikalisch zusammengführt worden sind.

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