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    Betreutes Proggen
    Du bist hier:Home»Reviews»Max Hunt – Hope

    Max Hunt – Hope

    0
    By Juergen Meurer on 5. Februar 2022 Reviews

    (67:18, CD, Force Ten Productions/Just for Kicks, 2021)
    Das Line-up lässt erkennen, dass es sich um eine reine Familienangelegenheit handelt:

    Max Hunt - lead and backing vocals / keyboards / electric and acoustic guitars / lap steel guitar / bass guitar / percussion / drums / lap harp
    Gerlinde Hunt - backing vocals.

    Abgesehen von den Background Gesängen auf drei Songs also ein reines Ein-Mann-Projekt.
    Der Protagonist ist in der Prog-Szene keineswegs ein Unbekannter. Kein Wunder, denn er kann bereits auf etwa 40 Jahre Berufserfahrung zurückblicken und auf ehemalige Zusammenarbeiten mit echten Szene-Größen verweisen. Der wertvollste Hinweis ist sicherlich, dass er seit vielen Jahren als Keyboarder bei der Yes-Tribute Band Fragile mitwirkt. Diese Band tourt bereits seit vielen Jahren, hat allerdings einige Besetzungswechsel hinter sich. Das Line-up, das der Schreiberling mal vor vielen Jahren im Spirit of 66 in Verviers gesehen hat, hat allerdings nichts mehr mit der aktuellen Band zu tun. War es damals noch ein Sänger, der stimmlich eher bei GTR einzuordnen war, agiert bei Fragile aktuell eine Sängerin. Nach vielen Jahren als Coverband haben sie sich schließlich entschlossen, eigenes Material einzuspielen. Das begann 2020 mit ”Golden Fragments” und fand seine Fortsetzung im erst kürzlich vorgestellten ”Beyond”.

    Der in Deutschland ansässige Max Hunt lieferte in der letzten Zeit recht viel Output ab, so unter anderem auch das hier bereits vorgestellte Album „Whispers“, eine Zusammenarbeit mit Mabel Greer’s Toyshop Urgestein Clive Bayley.

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    Hunt, ehemals auch als Tastenmann bei der britischen Neo-Prog Formation Tantalus aktiv, nutzte die Pandemie-bedingte Auszeit für die Ausarbeitung eines Soloalbums, das mit Hilfe der finanziellen Unterstützung der Hessischen Kulturstiftung entstand. Das Album besteht aus zehn Titeln mit Spielzeiten zwischen vier und zehn Minuten. Der Gesang spielt hier durchaus eine dominante Rolle, es handelt sich also weder um ein reines Keyboard-Werk, was man hätte vermuten können, noch um ein Opus im Stile von „Tubular Bells“. Die Stimme von Hunt lässt zwar zunächst nicht zwingend an Yes denken, doch schnell lassen Gesangslinien und Arrangements durchscheinen, in welcher Tribute Band er spielt. Da werden mal Erinnerungen an Jon Andersons Klassiker „Olias of Sunhillow“ wach, dann wieder wandelt er auf etwas seichteren Poprock-Pfaden. Auf ‚Limitless‘ glaubt man kurz, einen gewissen Fish gehört zu haben, doch der wird nirgends erwähnt. Erwähnenswert sind die gelungenen Gesangsarrangements, da werden die Background Vocals sehr gut inszeniert. Das Keyboardspiel bietet kein exzessives Spektakel, ist aber stattdessen gut proportioniert und sehr effizient eingesetzt, was ebenso für die Gitarrenparts gilt.

    Einige Songs haben die Qualität, sich in den Gehörgängen festzusetzen und in vielen Momenten dürften sowohl Neo-Prog Fans, wie auch Freunde des melodischen Symphonic Progs Gefallen an dem Album finden. Einige Klavierpassagen gehören zu den Highlights des Albums, das aus Rezensentensicht einen Tick zu lang geraten ist. Vielleicht hätte es dem Album auch gut getan, wenn sich auch mal ein paar kantige Parts in die wohlige Atmosphäre reingemogelt hätten. Schrammt an der zweistelligen Punktemarke.

    Das Frontcover zeigt übrigens eine Zeichnung, die ‚Make a Wish‘ betitelt ist und von Steve Mayerson stammt.
    Bewertung: 9/15 Punkten

    Surftipps zu Max Hunt:
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    Bandcamp Max Hunt
    Bandcamp Fragile

    Abbildungen: Max Hunt

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    CD Deutschland Digipak England Force Ten Productions Fragile Gerlinde Hunt Just For Kicks Max Hunt Melodic Rock Steve Mayerson Symphonic Prog
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    Juergen Meurer

    Auf den Hund gekommener Proggie, aufgewachsen mit Yes, Genesis, Gentle Giant, King Crimson, VdGG usw. Anschließend bemerkt, dass es - huch - ja noch sooo viele andere Bands in dieser Richtung gibt, quer über den Globus verteilt. Dann kam das Interesse für Italo-Prog, Skandinavier, Japaner, Franzosen usw. Über Tangerine Dream, Klaus Schulze, Vangelis, Kitaro usw. entwickelte sich dann auch stetig das Interesse an Elektronischer Musik und Ambient.

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